1. Juni 2016

Die Klarinette des mutmaßlichen Täters ist aufgetaucht

Neue Spur im Fall Manfred Seel

Rund eine Woche nach der Pressekonferenz zum Fall des mutmaßlichen Schwalbacher Serienmörders Manfred Seel sind beim hessischen Landeskriminalamt (LKA) über 130 Hinweise eingegangen.

Darunter befindet sich auch die Klarinette des Schwalbachers Manfred Seel, der lange Zeit Teil der „Overall Jazzparty“ war. Er gab sie offenbar kurz vor seinem Tod einem Bekannten. Dieser händigte sie nun dem LKA aus. Die Kriminalpolizei erhofft sich, auf dem Instrument alle zehn Fingerabdrücke des verstorbenen Musikers zu finden. Nach der Exhumierung der Leiche war es den Ermittlern nur möglich sechs Fingerabdrücke zu bekommen. Es fehlen bisher Daumen und Zeigefinger beider Hände.
Die Fingerabdrücke sollen Klarheit in den Mordfällen bringen, hoffen die Ermittler. Sollten sie auf der Klarinette gefunden werden, so könnte man sie mit dem blutigen Abdruck auf dem Schulheft von Tristan Brübach abgleichen. Und auch in einigen der anderen Verdachtsfälle soll es, so die Polizei, Fingerabdrücke geben, die verglichen werden können. Die Ergebnisse werden im Lauf der kommenden Woche erwartet.
Weiter geht die Sonderkommision „Alaska“ auch der Theorie eines Mittäters nach. „Es könnte tatsächlich noch einen lebenden Mittäter geben“, sagt Frank Herrmann, Chef der Sonderkommision. Man gehe der Spur nach. Die Verletzungen an der gefundenen Leiche von Britta D. sollen zwar die sadistischen Grundzüge des Täters zeigen, aber in ihrer Art und Ausprägung ganz unterschiedlich sein. Zurzeit werden die Kontaktdaten Seels von Internet, E-Mail und Telefon ausgewertet.
Hinweise nimmt das LKA unter der Nummer 0611/838383. red

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