19. Mai 2017

Schüler der AES führen auf dem Schulhof eine eigene Stratosphärenmission durch

Experiment mit Strato-Ballon

So ein Stratosphärenballon soll am 25. Juni vom Schulhof der Albert-Einstein-Schule abheben und in bis zu 30 Kilometer Höhe aufsteigen. Foto: DLR

Sechs Schüler der Albert-Einstein-Schule (AES) nehmen am „StratoSat“-Wettbewerb der Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) München teil. Nach Abgabe ihres Exposés wurden sie deutschlandweit als eines von zehn Teams ausgewählt, das nun eine eigene Stratosphärenmission durchführen darf.

Im Rahmen des Wettbewerbs entwickelten die Schüler eine Sonde, die mit einem Stratosphärenballon auf etwa 30 Kilometer Höhe aufsteigen wird. Die Sonde soll Temperatur, Luftdruck und kosmische Strahlung messen. Anhand der Messdaten soll beurteilt werden, inwieweit Piloten und das Kabinenpersonal im Laufe ihres Lebens durch die kosmische Strahlung belastet werden.
Die Teammitglieder sind Björn Boss Henrichsen (Q2), Simon Budinsky (Q2), Niklas Kerkhoff (Q2), Jonathan Knoll (Q2), Alexander Martin (E2) und Leon Ritter (Q2). Unterstützt wird das Team durch die beiden Lehrer Arnd von der Heyden und Dr. Kai-Uwe Kühnel. In den nächsten Wochen werden die Mitglieder die passende Hardware besorgen und damit eine eigene Platine entwerfen, einen Rahmen dafür mit einem 3D-Drucker erstellen und die Software programmieren.
Nach einer Testphase soll am 25. Juni der Stratosphärenballon auf dem Schulhof der AES starten. Der Flug dauert etwa zwei bis drei Stunden. Je nach Windstärke kann der Ballon dann im Umkreis von mehr als 100 Kilometern landen. Nach der Bergung des Ballons, der mit einem GPS-Tracker ausgestattet ist, werden die Messdaten ausgewertet und ein Abschlussbericht erstellt. Dieser ist neben der Abschlusspräsentation im Oktober die Grundlage für die Bewertung durch die Jury und die Ermittlung des Gewinners.
Vom 26. bis 28. März nahm Kai-Uwe Kühnel an der Lehrerfortbildung für den „StratoSat“-Wettbewerb teil. Dort startete man gemeinsam einen Stratosphärenballon und erfuhr alles Wichtige für die Durchführung der eigenen Missionen. Außerdem erhielten die teilnehmenden Lehrer das Grundset mit Materialien wie einem Wetterballon, einem Fallschirm, dem GPS-Tracker, einem Battery-Pack, Leistungsbatterien und einem Datenlogger.
Des Weiteren werden ein Temperatur- und Luftdrucksensor sowie ein Geiger-Müller-Zählrohr zum Messen der kosmischen Strahlung benötigt. Die Sensoren sollen mit einem kleinen Computer ausgelesen und gespeichert werden. Für den Ballon ist außerdem ausreichend Helium erforderlich. Nicht notwendig, aber sicherlich sehr interessant, wären Kameras am Ballon, da sie spektakuläre Aufnahmen bei dem Flug auf 30 Kilometer Höhe machen würden. Für all diese Materialien bemüht sich das Team um Sponsoren.
Diese können das Team per E-Mail an info@stratosat.de kontaktieren. Alle an dem Projekt interessierten Schüler, Eltern und weitere Interessierte können den Start am 25. Juni auf dem Schulhof der AES mitverfolgen. Die Uhrzeit des Starts und eine eventuelle Verschiebung bei schlechtem Wetter werden unter www.stratosat.de im Internet bekanntgegeben. red

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