27. Juni 2017

AES-Ballon machte spektakuläre Fotos von der Erdatmosphäre und landete im Spessart

Stratosphärenballon erfolgreich gestartet

Das Schülerteam und die Lehrer Arnd von der Heyden (3.v.l.) und Kai-Uwe Kühnel (Mitte) konnten den Start des Stratosphärenballons kaum abwarten. Foto: AES

Am vergangenen Sonntagmorgen startete das „SatTec-Team“ der Albert-Einstein-Schule (AES), bestehend aus Oberstufenschülern und den zwei betreuenden Physiklehrern Kai-Uwe Kühnel und Arndt von der Heyden, erfolgreich einen Stratosphärenballon auf dem Schulhof.

Nach etwa zwei Stunden platzte der Ballon planmäßig und landete dann fallschirmgebremst eine gute Stunde später in einem Wald. Nach der Bergung der Sonde konnten alle Daten erfolgreich gesichert werden, welche in den kommenden Wochen ausgewertet werden. Für den Start wurde der Ballon mit Helium gefüllt. An dem Ballon wurden durch ein Seil der Fallschirm und eine Messsonde befestigt. Dann hat ihn das „SatTec-Team“ langsam steigen gelassen.
Mithilfe des Wetterberichts machte das Team eine Vorhersage, wohin der Ballon vermutlich fliegen würde und fuhr mit Leiter und Kletterausrüstung dorthin. Nach gut zwei Stunden platzte der Ballon wie geplant in einer Höhe von mehr als 30 Kilometern. Nach einer weiteren Stunde waren die Reste des Ballons wieder soweit gesunken, dass der GPS-Tracker die Koordinaten der Sonde übermitteln konnte. Daraufhin fuhren die Teammitglieder zum angegebenen Landeort im Spessart. Dort fanden sie die Sonde mit Seil und Fallschirm in etwa 20 Metern Höhe in einem Baum. Mithilfe einer Leiter und einer Teleskopstange konnte das Team alle Teile bergen.

So sieht es 30 Kilometer über Schwalbach aus. Foto: AES

Nach der Bergung wurden umgehend alle Daten der Mission gesichert. Darunter sind die Messdaten der kosmischen Strahlung, Temperatur, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit sowie beeindruckende Fotos aus der Erdatmosphäre.
Die Auswertung der Messdaten und die grafische Aufbereitung für die Öffentlichkeit werden in den folgenden Wochen erfolgen und auf der eigenen Webseite www.stratosat.de veröffentlicht.
Für alle Teammitglieder und die beiden betreuenden Lehrer war der Tag ein großer Erfolg. Insgesamt war das Projekt sehr vielseitig und brachte allen Teilnehmern viel Spaß und Erfahrung. So eignete sich das Team von den Startbestimmungen für Wetterballons über kosmische Strahlung bis hin zum Drucken von 3D-Modellen und dem eigenen Ätzen von Platinen viele neue Kenntnisse an.
Ein großer Dank der Schüler und Lehrer gilt allen Sponsoren, Unterstützern sowie den Zuschauern, die den Start live mitverfolgten. red

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