23. Oktober 2017

Ein freiwilliges soziales Jahr bei der Schwalbacher Feuerwehr

Carusos Traum

FSJler Marcel Caruso ist mit Herzblut an seinem Lieblingsarbeitsplatz bei der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach. Foto: FFW

Marcel Caruso ist jetzt 18 Jahre alt und absolviert seit dem 1. September in der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach sein freiwilliges soziales Jahr (FSJ).

„Für mich hat sich damit ein Traum erfüllt“, sagt Marcel Caruso, den alle in der Feuerwehr nur „Caruso“ nennen. „Ich liebe es in der Feuerwehr zu sein, denn es macht mir jeden Tag riesig Spaß hier zu sein.“ Das ist ihm anzusehen, wenn er strahlend die Hand zur Begrüßung reicht.
Marcel Caruso ist Gründungsmitglied der Jugendfeuerwehr, die nächstes Jahr ihr zehnjähiges Bestehen feiert. Jetzt ist er für ein Jahr die Unterstützung der zwei hauptamtlichen und rund 60 freiwilligen Mitglieder der Feuerwehr und er arbeitet weiterhin auch als Betreuer der Jugendfeuerwehr, um den weiteren Nachwuchs auszubilden. Ein Schwertpunkt der Arbeit bildet die verantwortungsvolle Arbeit in der Atemschutzwerkstatt. Um diese noch besser zu gestalten, wird er im Rahmen der Ausbildung zum Atemschutzgerätewart im Frühjahr nächsten Jahres ein Seminar besuchen.
Andere Aufgaben für ihn sind unter anderem die Nachbereitung von Einsätzen, die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der Feuerwehrfahrzeuge und der darauf befindlichen Technik sowie die Durchführung verschiedener Termine der Brandschutzerziehung in den Schwalbacher Schulen und Kindertagesstätten. Natürlich ist er bei den Einsätzen am Tag einer der Ersten auf den ausrückenden Fahrzeugen, da er ja schon im Feuerwehrgerätehaus ist. Das wirkt sich auch positiv auf die Tagesalarmstärke aus, weil andere Kameraden nach der Alarmierung erst von ihrer Arbeitsstätte zum Feuerwehrhaus eilen müssen.
„Mir wird es hier nie langweilig und ich möchte noch so viel lernen“, sagt Marcel Caruso.
Im Frühjahr und im Herbst sind Praktikanten für mehrere Wochen im Einsatz, denen er dann wertvolle Tipps geben kann. Am liebsten würde er bei der Feuerwehr bleiben, wird aber ab nächstem Jahr erst einmal eine berufliche Ausbildung absolvieren. Danach könnte er sich vorstellen sofort hier weiter zu machen, da es in der Feuerwehr noch so viel zu lernen gibt. Dabei strahlt er über das ganze Gesicht und sagt: „Das kann ich nur jedem empfehlen, der Spaß an der Feuerwehr hat, hierher als FSJler oder Praktikant zu kommen.“
Das freiwillige soziales Jahr (FSJ) ist ein Freiwilligendienst in sozialen Bereichen. Er wird in Deutschland für Jugendliche und junge Erwachsene angeboten, die die Vollzeitschulpflicht bereits erfüllt haben und noch nicht das 27. Lebensjahr vollendet haben. Die Freiwilligen sind in ihrer rechtlichen Stellung mit Auszubildenden vergleichbar. red

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