24. Juni 2019

Albert-Einstein-Schule verabschiedete Abiturienten des Jahrgangs 2019

Feierliche Verabschiedung

Die Abiturienten des Jahrgangs 2019 der Albert-Einstein-Schule feierten ihren Abschied. Foto: AES

Am Dienstag vergangener Woche verabschiedete die Albert-Einstein-Schule (AES) den Abiturjahrgang 2019 feierlich. Die Gäste der akademischen Feier, die in zwei zweistündigen Blöcken abgehalten wurde, gingen in der Mehrzahl mit dem Gefühl nach Hause, dass das fehlende gewohnte Ambiente des Bürgerhauses Schwalbach, das derzeit nicht genutzt werden kann, durch den nicht erwarteten Charme, den die Sporthalle an diesem Abend ausstrahlte, durchaus kompensiert werden konnte.

Fast hätte man den Eindruck gewinnen können, die Begrüßungsredner der Verabschiedungsfeier hätten sich inhaltlich abgesprochen. Nahezu einmütig wünschten die Redner den Abiturienten des Jahrgangs 2019 Glück auf ihrem nun neu beginnenden persönlichen Lebenslauf. Die musikalische Umrahmung des Abends unternahmen zwei Abiturientinnen. Zu Beginn des ersten und am Ende des zweiten Blocks boten Emma Schmitt an der Violine und Ha-Eun Ma amKlavier ein wunderbares Duett, das sie anlässlich ihrer praktischen Abiturprüfung zusammen eingeübt hatten.
Schulleiterin Anke Horn leitete den Abend ein und verwies in ihrer Rede auf ein Zitat von Bertold Brecht aus dem Jahre 1954: „Das, was man im Leben braucht, ist Wissen. Sie als Abiturienten sind nun in der Lage, sich Wissen zu verschaffen, Ansichten zu vergleichen und sich dann fundiert ihre eigene Meinung zu bilden.“ Sie wünschte den Schülern, dass diese sich nicht durch das „schnelle Geld“ blenden lassen, sie mit Neugier durchs Leben gehen und sich dabei ihre Kreativität erhalten sollten.
Nicht unerwähnt ließ Anke Horn die Leistungen des Jahrgangs. Der Durchschnitt des Abiturs habe bei 2,20 gelegen, von 147 angetretenen Schülern hätten 145 bestanden. Bei nahezu der Hälfte aller Abiturienten habe eine 1 vor dem Komma gestanden.
Für ihr Abitur mit der Traumnote 1,0 wurden Miriam Bierer und Simon Schaffrath aus Liederbach von Dr. Susanne Korbach, Mitglied des Vorstandes des Fördervereins geehrt. Sie dankte insbesondere den Eltern, die das schulische Lernen der Abiturienten zumeist stark unterstützten.
Schwalbachs Bürgermeisterin Christiane Augsburger appellierte an die Abiturienten: „Finden Sie Ihren Weg in die Zukunft; tun Sie das, worauf Sie Lust haben und vernachlässigen Sie dabei die Bildung des Herzens nicht.“
Der scheidende Schulelternbeiratsvorsitzende Thomas Braun sprach auch als Vater eines Abiturienten zunächst die Eltern an: „Wir haben es geschafft: Wir haben gefordert und gefördert.“ An die Abiturienten richtete er sich mit den Worten: „Lasst euch nicht in Sachzwänge drängen, findet euch und nutzt die nun beginnende Zeit.“
Schülerinnenreden gab es an diesem Abend zwei. Anna-Maria Kölbl griff unter anderem eine Liedzeile der Gruppe „Unheilig“ auf, in der es heißt: man gehe am besten dann, wenn es am schönsten sei. Dabei dürfe aber gerne immer auch ein bisschen Kind im Menschen erhalten bleiben. Der AES rief sie zu: „So eine Stufe wie uns bekommt ihr nie wieder.“
Daniela Feldhaus-Posada redete im zweiten Block des Abends. Sie stellte heraus, dass „am heutigen Tag jeder ein Gewinner“ sei. Auch auf das gute Verhältnis zu den Lehrern der AES ging sie ein, indem sie betonte, dass die Lehrer die Abiturienten seit dem ersten Schultag am 8. August 2011 auch als Personen entscheidend mitgeprägt hätten.
Das Ende des ersten Blocks und die Eröffnung des zweiten Blocks gestalteten die Tänzerinnen von „Dance Harmony“ aus Neuenhain. Die Truppe besteht aus Schülern im Alter zwischen 9 und 13 Jahren, einige davon lernen an der AES. Trainiert werden sie von der Abiturientin Paula Albrecht, und dies mit großem Erfolg: Sie wurden Dritte bei den Deutschen und den Europameisterschaften. So verwundert es nicht, dass sie mit ihrer Choreographie namens „Wünsch dir was“, die sich gegen schulischen Druck und für die Verwirklichung eigener Sehnsüchte aussprach, „den Saal rockten“.
Den Höhepunkt des Abends stellte für alle Beteiligten sicherlich die Ausgabe der Abiturzeugnisse in Verbindung mit persönlich gehaltenen Ansprachen der Tutoren und Dankesworten der Kurssprecher dar. Zufrieden und erfüllt mit Freude, sowie in froher Erwartung des in Aussicht gestellt kommenden Glücks, zogen die Abiturienten 2019 nach acht schulischen Jahren ein letztes Mal aus den Räumlichkeiten der AES aus. red

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