16. Juli 2019

Rund um die Geschwister-Scholl-Schule stauten sich heute die Autos

Chaos durch Unsinns-Ampeln

Nur wenige Sekunden dauerten die Grünphasen an der Behelfsampel nahe dem Kriegerdenkmal. Das führte zu Staus in Alt-Schwalbach. Foto: Schlosser

Für ein mittleres Verkehrs-Chaos hat die hessische Straßenverkehrsbehörde heute in Alt-Schwalbach gesorgt. Nahe der Geschwister-Scholl-Schule hatte „Hessen mobil“ eine überflüssige und unsinnig programmierte Behelfsampel aufgestellt.

Bis zur Einmündung der Gartenstraße staute sich heute Morgen der Verkehr in der Straße „Am Erlenborn“. In der anderen Richtung war es in der Haupt- und der Ringstraße auch nicht viel besser. Grund für den Stau war ein Konglomerat an Behelfsampeln, die „Hessen mobil“ am gestrigen Montag im Bereich des Kriegerdenkmals nahe der Geschwister-Scholl-Schule aufgestellt hatte. Ganz gleich in welche Richtung man wollte, man musste stets an zwei Ampeln vorbei. Die eine hatte eine Grünphase von neun Sekunden, die andere schaltete nach ganzen sechs Sekunden wieder auf Rot. Warum die Ampeln überhaupt aufgestellt wurden, verstand kaum ein Autofahrer. Denn weit und breit gibt es keine Baustelle.
Der Grund ist die Sanierung der Auffahrt zur Schnellstraße L 3005 nahe der Niederräder Straße, die bis Anfang August gesperrt ist. Die offizielle Umleitung führt über die Bahnstraße und die Eschborner Straße zur Auffahrt Schwalbach-Süd. „Hessen mobil“ meinte nun, die nur schwach frequentierte Umleitungsstrecke mit der merkwürdigen Ampelkonstruktion zu regeln.
Die Zustimmung der Stadt Schwalbach holte die Behörde am Montag nicht ein, als sie die orangen Ampeln installierte. Dabei war eigentlich mit der Stadt vereinbart, dass eine Ampel nur aufgestellt wird, wenn es ohne die Anlage zu Staus kommen sollte. Nach Angaben der Stadtverwaltung war dazu eine Testphase vorgesehen.
Gestern Abend gab es die ersten Probleme. Und heute Morgen im Berufsverkehr nahm das Chaos dann so richtig seinen Lauf. Als die Staus zu groß wurden, griffen die städtischen Ordnungspolizisten ein, regelten den Verkehr drei Stunden lang per Hand und ließen die Ampel vor sich hinblinken. Schließlich gelang es dem Ordnungsamt, einen weisungsbefugten Mitarbeiter bei „Hessen mobil“ in Wiesbaden zu erreichen.
Dort erkannte man dann endlich den Fehler und die Anlage wurde vor rund einer Stunde wieder abgeschaltet. Kaum waren die orangen Ampeln aus, floss der Verkehr wieder ganz normal. MS

 

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