16. August 2019

Wildblumenkräutermischung aus etwa 40 Pflanzenarten für Insekten

Neue Bienenwiesen in Schwalbach

Mit unterschiedlichen Kleesorten, Löwenzahn, Sonnenblumen und Malven hat die Stadt eine Heimat für Kleininsekten, Bienen, Hummeln und Wildbienen geschaffen. Foto: mag

In Schwalbach werden seit Anfang Mai Wiesen für Insekten und Bienen angelegt. Sechs Insektenwiesen mit insgesamt 4.000 Quadratmetern Fläche wurden bereits fertiggestellt.

Die bisher größte Insektenwiese mit 1.200 Quadratmetern befindet sich im Europapark – dort, wo früher der Bolzplatz war. Die beiden nächstgrößeren mit jeweils 900 Quadratmetern sind die Wiesen hinter dem Flüchtlingsheim „Am Erlenborn“ und am Weg zwischen Ostring und Kastanien-Allee. Weitere Wiesen lassen sich in der Park- und Erholungsfläche „Hinter der Röth“ (600 Quadratmeter) und der Neuanlage am Parkplatz von Continental (300 Quadratmeter) bewundern. Mit rund 180 Quadratmeter ist die kleinste Fläche die am Niederhöchstädter Pfad hinter dem Glascontainer.
In Zusammenarbeit mit dem Umweltschutzbeauftragten der Stadt, Burghard Haueisen, wurden die Grünflächen für die Bepflanzung ausgewählt. „Da die Pflege innerorts schwierig wäre, befinden sich alle Wiesen etwas abgelegen“, stellt der stellvertretende Bauhofleiter Patrick Größinger klar. Mit einer Wildblumenkräutermischung aus etwa 40 Pflanzenarten, wurde unter anderem mit zehn unterschiedlichen Kleesorten, Löwenzahn, Sonnenblumen und Malven Heimat für Kleininsekten, Bienen, Hummeln und Wildbienen geschaffen. Die jährliche Erneuerung und Pflege der Flächen übernehmen Mitarbeiter des Bauhofs. Sie sind ausgebildete und erfahrene Gärtner, die darüber hinaus Fortbildungen besuchen.
Im Februar 2012 haben sich 60 Gemeinden, Städte und Landkreise aus ganz Deutschland zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ zusammengeschlossen. Aktuell sind 192 Kommunen als Mitglieder registriert. Deren wichtigstes Ziel ist, die Bedeutung von Natur im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen zu stärken, zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Ohnehin biologisch vielfältig ist Schwalbach durch seine Landschaft und deren Nutzung. Mit dem Beitritt zum Bündnis wurden zusätzliche Aktionen für die Umwelt verwirklicht.
Weitere Maßnahmen für die Verbesserung der Biodiversität ist der Erwerb von Grundstücken, damit deren umwelt- und landschaftsverträglicher Nutzen erhalten bleibt. „Durch das Projekt steigt die Nachfrage auch in anderen Städten, denn die bebauten Flächen werden immer mehr“, meint Patrick Größinger. Angelegt werden die Insektenwiesen vom städtischen Bauhof. Unterstützt wird dieser dabei von der Firma Richter aus Eschborn, die im Bereich Forst- und Landwirtschaft zertifiziert ist. Da sie speziell im Naturschutzbereich tätig ist, verfügt sie auch über die entsprechende technische Ausrüstung. red

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