23. September 2019

Beim WLAN ist Schwalbach im Vergleich zu anderen Städten des Kreises rückständig

Schwalbach kann noch aufholen

Der kostenlose WLAN-Hotspot am Marktplatz kann derzeit nicht genutzt werden. Archivfoto: Schlosser

In Schwalbach gibt es seit Februar 2018 zwei kostenfreie WLAN-Hotspots, die ein kleiner Schritt in Richtung Digitalisierung sind. Doch anderswo gibt es viel häufiger einen freien Zugang zum Internet.

Dass Deutschland im Blick auf öffentliche WLAN-Hotspots weit hinter anderen Ländern liegt, ist keine Frage: Der britische Internetprovider „ipass“ hatte in Zusammenarbeit mit dem Analystenhaus „Maravedis Rethink“ vor zwei Jahren die Anzahl der WLAN-Hotspots in zehn Ländern geschätzt. Deutschland erreichte dabei mit rund 936.000 Hotspots den letzten Platz. Völlig abgehängt wird Deutschland zum Beispiel von ähnlich großen Ländern wie Frankreich mit über 13,1 Millionen Hotspots. Sogar stadtweites WLAN gibt es zum Beispiel in New York in den USA.
In Deutschland wird eher auf die eigenen mobilen Daten zurückgegriffen. Doch das soll sich ändern. Im ganzen Main-Taunus-Kreis wurde das Thema des öffentlichen WLANs behandelt. So hat die Stadt Schwalbach vor anderthalb Jahren zwei WLAN-Hotspots in Betrieb genommen, die – wie man an den aktuellen Zahlen erkennt – gern genutzt werden. Die Hotspots sind in der Stadtbücherei und auf dem Marktplatz im Bereich vor dem Rathaus und leicht zu bedienen. Zwei Klicks genügen und die eigenen mobilen Daten werden geschont.
Zwischen Februar und Juli 2019 verwenden 71 Bürger am Tag das WLAN. Während der Sommermonate stiegen die Nutzerzahlen. 134 Bürger – und damit am meisten Menschen – wählten sich am 18. Juli ein. An diesem Tag fand der Sommertreff mit der Band „Too young to rust“ statt. Am 10. Februar nutzten nur 21 Personen das WLAN. An diesem Sonntag war nur wenig los auf dem Marktplatz und es war unangenehm kalt. Seit dem Start im Februar 2018 haben im Durchschnitt monatlich 1.940 Menschen die WLAN-Hotspots in Gebrauch genommen. Das sind im Mittel drei Personen pro Stunde.
Die zwei Hotspots sind zwar ein Fortschritt, doch Schwalbach hinkt trotzdem hinterher. Während es in Bad Soden schon 17, in Sulzbach und Hofheim zumindest 4 Hotspots gibt, gibt es in Schwalbach derzeit keine Pläne die Zahl der Hotspots zu erhöhen. Zusätzlich gibt es in der Stadt aber noch einige Hotspots von Privatanbietern. Diese kann man als Kunde zum Beispiel im Backhaus Heislitz am Marktplatz, in der Bäckerei Schäfer in der Friedrich-Ebert-Straße 2 oder bei McDonalds’s am Kronberger Hang benutzen. Mailis Endemann

 

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