23. Oktober 2019

Schwalbacher Spitzen

Es muss wehtun

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

Am Samstag war Herbstputz im Arboretum, bei dem die Anständigen wieder einmal den Müll aus dem Waldpark geräumt haben, den die Unanständigen dort hingeworfen hatten. Bei den diversen „sauberhaften“ Aktionen der Stadt ist es ähnlich und herumliegende Kippen und Verpackungen sind auch rund um den Marktplatz oder am Kronberger Hang immer ein Thema.
Nur fragt man sich: Wer macht das eigentlich? Wer wirft Pappbecher, Pizzakartons, Saft- und Schnapsflaschen einfach in irgendwelche Hecken, wenn direkt daneben ein Abfallkorb steht? Selbst in meinem weiteren Bekanntenkreis kenne ich niemanden, dem ich das zutraue – und da sind die jugendlichen Freunde meiner Kinder eingeschlossen.
Da es wahrscheinlich den meisten Schwalbachern ähnlich geht, muss es also eine winzige Minderheit wirklich asozialer Mitbürger sein, die für den Dreck verantwortlich ist. Doch weil es nur so wenige sind, ist gegen sie kaum ein Kraut gewachsen, denn die Wahrscheinlichkeit, sie auf frischer Tat zu erwischen, tendiert gegen null.
Oder die Strafen müssten so hoch sein, dass die bloße Vorstellung erwischt zu werden, selbst beim Dümmsten Wirkung zeigt. So wie in Singapur: Da sind 1.300 Euro fällig, wenn man auch nur ein Bonbonpapier fallen lässt. Das klingt übertrieben, doch Dreck liegt dort nirgendwo herum.

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