14. Januar 2020

Schwalbacher Grüne beurteilen Wasserstofftankstelle als groteske Fehlplanung

„Geht es noch verrückter?“

Die Schwalbacher Grünen bemängeln, dass SPD und FDP statt dringend benötigter Elektrotankstellen eine Wasserstofftankstelle für Fahrzeuge planen, die (fast) gar nicht gebaut werden an einer Stelle, die dafür gar nicht in Frage kommen dürfte.

Wer als Konsument seinen Beitrag zu mehr Klimaschutz leisten will, ist den Grünen zufolge darauf angewiesen, dass die Voraussetzungen stimmen, dass die notwendige Infrastruktur geschaffen wird. Es müsste mehr öffentlich zugängliche Elektrotankstellen geben. Hunderte öffentliche Ladepunkte werden laut der Ökopartei demnächst zum Beispiel in Rüsselsheim installiert und auch in den meisten anderen Städten tut sich da was.
Anders sei das hier in Schwalbach. SPD und FDP haben es gemäß den Grünen schon zum zweiten Mal abgelehnt, auch nur einen einzigen zusätzlichen Ladepunkt einzurichten. Den Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umzustellen und Car-Sharing anzubieten sei ebenfalls abgelehnt worden. Schwalbach hinkt der Ökopartei zufolge deutlich hinterher.
Als Hohn empfinden die Grünen deshalb den Plan der rot-gelben Koalition, am Bauhof – also direkt hinter einem Wohngebiet und nahe am Eichendorffweiher – zusätzlich zum Bauhof und einem neuen Feuerwehrstandort auch noch eine Wasserstoffproduktion mit Wasserstofftankstelle für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb einzurichten. „Das hört sich irgendwie modern an – dazu muss man aber wissen: Es gibt aus gutem Grund kaum Brennstoffzellenfahrzeuge und nicht ein einziges für Normalverbraucher; sie sind nämlich sehr ineffizient. Der Wirkungsgrad für Strom vom Windrad bis zur Straße beträgt bei Brennstoffzellenfahrzeugen nur 30 Prozent, bei batterieelektrischen Fahrzeugen sind es immerhin 75 Prozent“, erklärt Arnold Bernhardt von den Grünen. red

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