12. Februar 2020

Leserbrief

„Wir dürfen nicht aufhören, uns zu erinnern“

Zum Kommentar „Zu viel des Guten“ in der Ausgabe vom 5. Februar erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief von Hildegard und Hans-Günter Heimbrock-Stratmann. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer an info@schwalbacher-zeitung.de.

Vorsicht, Herr Schlosser! Vom „ Zu viel des Guten“ bis zur Forderung eines Björn Höcke nach einer „erinnerungspolitischen Wende um 180 Grad“, nach einem Schlußstrich unter die „dämliche Bewältigungspolitik“ ist es nur ein kleiner Schritt. Es liegt an uns allen zu verhindern, dass unsere Gedenktage zum Holocaust zu „hohlen Ritualen verkommen“, wie Sie es befürchten. Wir dürfen nicht aufhören, uns zu erinnern und unsere Erinnerung an die kommenden Generationen weiterzugeben. „Erinnern heißt, eines Geschehens so ehrlich und rein zu gedenken, dass es zu einem Teil des eigenen Innern wird“, so Richard von Weizsäcker 1985. Wenn Sie die Berichterstattung in den Medien zum Holocaustgedenken bemängeln – vielleicht haben Sie ja eigene Vorschläge zur Gestaltung eines würdigen Erinnerns jenseits „hohler Rituale“?

Hildegard und Hans-Günter Heimbrock-Stratmann,
Eschborn

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