16. März 2020

Das Corona Virus geht nicht an der Feuerwehr Schwalbach vorbei

Schwalbacher Feuerwehr rüstet sich

Seit Sonntag befinden sich 40 Prozent der Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schwalbach im häuslichen Umfeld, so dass hier eine Ansteckungsgefahr durch andere Personen so gering wie möglich ist. Damit kann die Einsatzfähigkeit auf dem erforderlichen Maß gehalten werden.

Seit Mittwoch vergangener Woche konstituiert sich der Lage- und Führungsstab der Feuerwehr, bestehend aktuell aus Stadtbrandinspektor Marco Richter und dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor Sascha Klomann.
Aktuell kommen auch bei der Feuerwehr im Umfeld von Kollegen Personen mit dem Corona Virus in Kontakt. Dies sind aktuell unbestätigte Infektionsfälle aus dem beruflichen , Fortbildungs- und privaten Umfeld. Hinzukommt das Fehlen von Einsatzkräften die bei Berufs- und Werkfeuerwehr, im medizinischem Bereich tätig sind oder der Risikogruppe angehören sowie erkrankt sind und damit nicht für den Einsatzdienst zur Verfügung stehen.
Daraus ergibt sich eine Reduzierung der Leistungsfähigkeit der Feuerwehr. Somit ergeben sich aufgrund der Lagebeurteilung und in Abstimmung mit dem Verwaltungsstab der Stadt folgende Maßnahmen: Die Einsatzkräfte wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die beiden Gruppen werden untereinander soweit möglich einem Kontaktverbot nachgehen.
Ab heute werden auf dem Bauhof der Stadt Schwalbach folgende Fahrzeuge temporär stationiert: Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Gerätewagen werden von hier aus mit etwa zwölf Einsatzkräften die Fahrzeuge besetzen und zu Einsätzen im Stadtgebiet ausrücken.
Weiter werden folgende ergänzende Maßnahmen ab Montag ergriffen:
Vorbereiten des Bauhofes zur Herstellung eines temporären Standortes. Hier ist die beste Infrastruktur bereits vorhanden. Das Feuerwehrgerätehaus soll mit Duschen nachgerüstet werden, aktuell sind keine vorhanden, diese sind jedoch zwingend im Rahmen der aktuellen Gefahrenlage dringend notwendig. Zusätzliche Schutzausrüstung wird aufgestockt sowie Verpflegungsmöglichkeiten vorbereitet. Die bisher und geplanten Maßnahmen sollen die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr über einen längeren Zeitrahmen hochhalten.
Wie lange die aktuelle Situation bestehen beleibt ist nicht abschätzbar. Wir gehen jedoch davon aus, dass die Lage bis nach den Osterferien angespannt bleibt. red

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