24. April 2020

Kreis gibt Verhaltensregeln für Eltern und Schüler heraus

Grundschulen bleiben vorerst zu

Anders als ursprünglich geplant, bleibt auch die Geschwister-Scholl-Schule in der kommenden Woche noch komplett geschlossen. Foto: Foto: Google Earth/GeoBasis-DE/BKG

Am Montag startet der Unterricht in Hessen wieder, zunächst in den Abschlussklassen. Anders als geplant müssen die Viertklässler nach einem Urteil des hessischen Verwaltungsgerichtshofs jetzt doch zu Hause bleiben. Damit bleiben auch die Geschwister-Scholl- und die Georg-Kerschensteiner-Schule in der kommenden Woche komplett geschlossen.

Ursprünglich hatte das Kultusministerium angekündigt, dass die Schüler der vierten Klassen am Montag wieder zum Unterricht kommen sollten. Nach einer Klage im Namen einer Frankfurter Schülerin hat der Verwaltungsgerichtshof in Kassel heute entschieden, dass für die „Ungleichbehandlung“ Viertklässler kein ausreichender Grund vorliegt.
Am 4. Mai beginnen in Schwalbach die Abschlussjahrgänge der Friedrich-Ebert-Schule. Für die teilweise Wiedereröffnung hat der Main-Taunus-Kreis Regelungen und Handlungsempfehlungen zusammengestellt. „Es ist ein ganzes Paket von Regelungen und Hinweisen, das aber im Licht der Erfahrungen der ersten Schultage noch angepasst werden kann“, fasst Landrat Michael Cyriax (CDU) zusammen. „Wir unterstützen Schüler und Lehrer, damit der Schulbetrieb gesund und sicher anlaufen kann. Das fordert alle heraus, aber mit Besonnenheit und Umsicht wird uns das gelingen.“
An den Schulen gelte zwar keine förmliche Maskenpflicht, so Cyriax. Es werde aber dringend empfohlen, einen Schutz zu tragen. Wenn in den Unterrichtsräumen der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werde, sei eine Maske dort nicht erforderlich. Um das zu erreichen, würden die Klassen aufgeteilt und auf maximal 15 Schüler begrenzt. Pausen sollten – wenn möglich – zeitversetzt laufen. Die Gebäude würden regelmäßig gereinigt. Flächen mit häufigem Hautkontakt, wie Türklinken und Lichtschalter, sogar täglich.
Wie Verkehrsdezernent Johannes Baron (FDP) erläuterte, sollen die Kinder und Jugendlichen den Weg zur Schule am besten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen: „Das ist sowieso am gesündesten“. Ansonsten fahren den Angaben zufolge wieder die Busse, die aber jeweils nur maximal 20 Passagiere mitnehmen, um die Abstandsregeln möglichst einzuhalten. In den Bussen müssen Masken getragen werden. Wer sein Kind mit dem Auto zur Schule bringt, sollte nicht direkt am Gebäude parken, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden, heißt es in den Empfehlungen. red

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