16. Juni 2020

Alle Fraktionen wollen die ortsansässigen Händlern und Gastronomen unterstützen

Hilfspaket für kleine Betriebe

Die Stadt Schwalbach hilft kleinen, ortsansässigen Betrieben, die durch die Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind. Am Mittwoch vergangener Woche baten Vertreter des Gewerbevereins im Haupt- und Finanzausschuss um Unterstützung und stellten ein Maßnahmenpaket vor, das den Firmen wieder auf die Beine helfen kann. Der Ausschuss bewilligte dafür einstimmig Mittel in Höhe von 75.000 Euro. Unter anderem soll es Zuschüsse für Hygienemaßnahmen, Unterstützung für Werbung und Marketing und mehrere Gutschein-Aktionen geben, von denen auch die Schwalbacher Bürger profitieren.

Schwalbacher Gewerbetreibende, Einzelhändler und Gastronomen sowie Dienstleister und Selbstständige, die aufgrund der Corona-Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, können sich ab sofort unter der Adresse coronahilfe@gewerbeverein-schwalbach.de formlos beim Gewerbeverein melden. Sie können dann von dem Maßnahmenpaket profitieren. „Es ist wichtig, dass wir die Betriebe kennen, damit zielgerichtet geholfen werden kann“, erklärt Mathias Schlosser, der Vorsitzende des Gewerbevereins.
Nach den bisherigen Recherchen des Vereins sind in der Stadt zwischen 60 und 80 Betriebe von der Corona-Krise stark betroffen. Danach leiden vor allem die Branchen Gastronomie, Reisebüros, Einzelhandel und jene Dienstleister, die temporär schließen mussten, wie Friseursalons oder Kosmetikstudios. Bürgermeister Alexander Immisch (SPD): „Der Gewerbeverein hat eine Reihe von Maßnahmen zusammengestellt, die den betroffenen Betrieben helfen sollen. Das unterstützen die Parlamentarier und auch ich sehr gerne. Und wie vom Gewerbeverein vorgeschlagen, nimmt die Stadt dabei pro Einwohner fünf Euro in die Hand.“
Unter den Vorschlägen des Gewerbevereins sind Leistungen, die die Stadtverwaltung erbringen kann. Darunter fallen die Erweiterung der Flächen für Außengastronomie sowie der Erlass der dafür vorgesehenen Gebühren für 2020. Eine weitere Empfehlung ist ein Hygienezuschuss, also ein fixer Betrag der Stadt an Betriebe, die dafür einen besonderen Aufwand betreiben müssen.

Spezialitäten „to go“

Unter dem Titel „KulinariSchwalbach“ sollen Schwalbacher Gastronomiebetriebe schon in Kürze die Möglichkeit erhalten, mit mobilen Verkaufsständen an den Wochenenden an gut besuchten „Spazierknotenpunkten“, wie der Eichendorff-Anlage oder dem Platz hinter der alten Schule Speisen und Getränke anzubieten. Die Werbung für Schwalbacher Betriebe soll verstärkt werden, indem der Gewerbedatenbank des Gewerbevereins (www.schwalbacherleben.de) für die Firmen kostenfrei wird und auf der Startseite alle Betriebe sofort zu sehen sind.
Der Löwenanteil des aufgewendeten Betrags soll jedoch in Gutscheinaktionen für Konsumenten und Betriebe fließen. Mathias Schlosser, der Vorsitzende des Gewerbevereins, erklärte im Haupt- und Finanzausschuss: „Das Wichtigste, was die Betriebe jetzt brauchen, ist Umsatz.“
Parlamentarische Grundlage des kurzfristigen Beschlusses waren zwei Anträge dreier Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung, die zusammengefasst beraten und geringfügig geändert und ergänzt wurden. Am morgigen Donnerstag stimmt die Stadtverordnetenversammlung abschließend über die Maßnahmen ab. Alle Fraktionen signalisierten aber, dass sie die ortsansässigen kleinen Unternehmen nach Kräften unterstützen wollen. red

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