24. Juni 2020

Leserbrief

„Gemeinsam Ideen im Sinne der Kinder umsetzen“

Zum Leserbrief „Warum werten Sie den selbstlosen Einsatz von Ehrenamtlichen ab?“ in der Ausgabe vom 17. Juni erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief von Thomas Nordmeyer. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer (beides nicht zur Veröffentlichung) an info@schwalbacher-zeitung.de.

Sehr geehrter Herr Pabst, vielen Dank für Ihr Schreiben. Ich freue mich zunächst, dass wir bezüglich der bestehenden Missstände auf derselben Seite stehen. Ebenso wie Sie sehe ich erheblichen Handlungsbedarf, wenn es um gerechte und gleiche Perspektiven von Kindern geht. Ich begrüße es, wenn Menschen hier aktiv werden, ehrenamtlich oder beruflich, und dafür ausgezeichnet werden. Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen in jeder Hinsicht ist nicht akzeptabel. Jeder der dem entgegen tritt, verdient da Anerkennung und an dieser Stelle hätte ich meinen Facebook-Kommentar sicher besser formulieren können.
Leider holen Sie in Ihrem Brief so weit aus, das man den Bezug zu Schwalbach kaum erkennt. Sie projizieren Konflikte der Landespolitik auf Schwalbach und es leuchtet mir ein, warum Sie das tun. Aber hier werden sie sie höchstens austragen aber nicht lösen können, das bringt uns nicht weiter. Vielleicht können wir uns aber darauf verständigen, dass jeder an der Stelle, an der er Verantwortung trägt, zur Verbesserung beitragen sollte. Mit Ihrer Unterstützung könnte ich mir zum Beispiel vorstellen, dass die Stadt für die Kinder, die darauf angewiesen sind, Laptops oder Tablets bereitstellt. Außerdem wünsche ich mir, dass die für benachteiligte Kinder besonders wichtige Betreuung in Obhut der Stadt gut, verlässlich und ausreichend verfügbar ist. Das sind konkrete Ziele für unsere Stadt, die wir gemeinsam anpeilen können.
Darüber hinaus leisten die Ehrenamtlichen des Vereins einen wertvollen Beitrag dazu, die Perspektiven der Kindern zu verbessern. Je weniger Lücken aber der Verein füllen muss, um so besser. Die Politik auf allen Ebenen ist gefordert, wenige davon zu lassen. Das bezieht letztendlich auch die Stadt ein und es ist Ihre und meine primäre Aufgabe als Stadtpolitiker da die richtigen Weichen zu stellen. Dasselbe gilt natürlich in besonderem Maße für den Bürgermeister und ich hoffe, dass der neue diese Rolle ausfüllen wird. Das ist die Aussage des von Ihnen zitierten Kommentars. Die Wiedereröffnung der Kinderbetreuung, hat im übrigen mittlerweile den von mir gewünschten Fokus erhalten, darüber freue ich mich außerordentlich.
Parteipolitische Grabenkämpfe aber, wie der hier von Ihnen angestoßene, helfen den Kindern nicht weiter. Lassen Sie uns lieber hier und jetzt gemeinsam Ideen entwickeln und umsetzen, wie wir mit den städtischen Ressourcen etwas im Sinne der Kinder verbessern können.

Thomas Nordmeyer,
Schwalbach

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