6. Oktober 2020

Ehrenbürger Georg „Schorsch“ Leber wäre morgen 100 Jahre alt geworden

Der „Vater der Limesbahn“

Der Handschlag zwischen dem Ehrenbürger Georg Leber (links) und Bürgermeister Hugo Lietzow. Archivfoto: Lorenz

Der frühere Bundespolitiker Georg „Schorsch“ Leber wäre am morgigen Mittwoch 100 Jahre alt geworden. Vor 50 Jahren verlieh die Stadt Schwalbach dem ehemaligen Schwalbacher Bürger die Ehrenbürgerschaft.

Der SPD-Bundespolitiker Georg Leber erblickte am 7. Oktober 1920 in Obertiefenbach im Westerwald das Licht der Welt. Er verstarb am 22. August 2012 im Alter von 91 Jahren an seinem Altersruhesitz im Berchtesgadener Land. Dem seinerzeit in Schwalbach lebenden Bundesminister für Verkehr, Post- und Fernmeldewesen verlieh die Stadt Schwalbach zu ihrer Stadterhebung am 9. Mai 1970 die Ehrenbürgerschaft.

Den Anstoß zur Verleihung des Ehrenbürgerrechts gab der Gemeindevorstand der einstigen Gemeinde Schwalbach und sie wurde mit großer Mehrheit vom Gemeindeparlament gebilligt. Nach 1970 wurde kein weiterer Schwalbacher zum Ehrenbürger ernannt.

Als Schwalbacher Bürger hatte sich der damalige Bundesverkehrsminister Georg Leber für den Bau des Verbindungsstückes der heutigen S3 zwischen Niederhöchstadt und Bad Soden stark gemacht. Heute profitieren eine Vielzahl von Pendlern aus dem östlichen Main-Taunus-Kreis von der S-Bahnverbindung in die Mainmetropole. Das Teilstück „Limesbahn“ wurde am 2. Dezember 1970 in Anwesenheit Georg Leber im neuen Schwalbacher Bahnhof eingeweiht. 

Mit seiner ersten Frau Erna Maria lebte „Schorsch“ Leber von November 1960 bis März 1973 in seinem Haus am Sossenheimer Weg. Er war damals in der Vortaunusgemeinde für jedermann ansprechbar. Nach dem Tode seiner ersten Frau im Jahre 1984 hat er wieder geheiratet und lebte mit seiner zweiten Frau Katja bis zu seinem Tode in Schönau am Königssee. Der Sozialdemokrat war als führender Gewerkschaftler von 1957 bis 1983 Mitglied des Bundestages. Er gehörte als Bundesminister den Regierungen der Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt an.  pelo

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