9. Oktober 2020

Limesstadion: CDU will zuerst mit Vereinen und Anwohnern sprechen

„Die Reihenfolge ist wichtig“

Seit vier Jahren ruhen die Bauarbeiten an der Tribüne des Limesstadions. Archivfoto: Schlosser

Die Schwalbacher CDU möchte, dass das Limesstadion künftig nur noch für Leichtathletik und den Schulsport genutzt wird. Das erklärt die Fraktion in einer Pressemitteilung.

Das Limesstadion sei seit fast 50 Jahren „fester Bestandteil der Limesstadt und damit auch ganz Schwalbachs“. Die sportliche Nutzung sei so lange unstrittig gewesen, bis dort im Jahr 2015 Cricket gespielt worden sei; laut CDU eine „Sportart, von der viele in Schwalbach vorher noch nie etwas und dann sehr viel gehört haben – vielleicht zu viel“. Der Lärm der Spiele sei Stein des Anstoßes gewesen das Limesstadion in Frage zu stellen.

„Die CDU-Fraktion setzt sich dafür ein, dass eine sportliche Nutzung des Limesstadions auch weiterhin stattfindet und gesichert ist und wir begrüßen es daher sehr, dass mit der Zustimmung in der Stadtverordnetenversammlung ein wichtiger Schritt gegangen wurde“, erklärt Fraktionsvorsitzender Christian Fischer.

Die Vertreter der Union hätten in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung aber auch klargestellt, dass die zukünftige Nutzung einigen Regeln folgen müsse. „Leichtathletik und Schulsport sowie eine begrenzte Anzahl an Veranstaltungen zu besonderen Anlässen sollen stattfinden können. Für Fußballspiele hingegen stehen den Vereinen Kunstrasenplätze an anderer Stelle zur Verfügung“, heißt es in der Pressemitteilung. Cricket oder „ähnlich lärmintensive Sportarten“ sollen von der Nutzung des Stadions ausgeschlossen sein.

„Für uns ist es von elementarer Bedeutung, dass alle Stimmen, die mittelbar und unmittelbar von der Art der Nutzung des Limesstadions betroffen sind, gehört werden, so dass am Ende eine Kompromisslösung erarbeitet werden kann, mit der alle leben können“, ergänzt Dennis Seeger für den Vorstand der Schwalbacher CDU.

Die richtige Reihenfolge einzuhalten sei jetzt wichtig. Die CDU wendet sich dagegen, schon jetzt eine Nutzungsordnung zu erstellen. Zuvor sollte im Rahmen der Offenlage des neuen Bebauungsplans mit den Vereinen und den Anwohnern Vorgaben erarbeitet werden. Grundsätzlich ist die CDU-Fraktion zuversichtlich, dass diese Nutzung auch für die Nachbarn akzeptabel sein wird. Christian Fischer: „Wir sind optimistisch, dass wir zu einer gemeinsamen, guten und ausgewogenen Lösung kommen werden, für den Sport in Schwalbach und für die Anlieger.“ red

Ein Gedanke zu „„Die Reihenfolge ist wichtig“

  1. Welch ein wiederholter Unsinn von der CDU und insbesondere von ihrem Fraktionsvorsitzendem Christian Fischer. Zuerst hat die damalige CDU für den Abriss des Hallenbades gestimmt, dann beführwortete sie mit den Schwalbacher Grünen den Bau eines sogenannten Naturbades, das jährlich mit sage und schreibe 400.000.- € bezuschusst werden muss, ich wiederhole 400.000.- € müssen jährlich aufgewendet werden um dieses Bad am Leben zuerhalten. ( in diesem Bad können weder Kinder Schwimmunterricht nehmen, noch kann die DRLG ihre wichtigen Trainingseinheiten absolvieren. Jetzt soll das Limesstadion für eine Handvoll Leichtathleten zu Verfügung gestellt werden, und nur für diese Leute. Bei meinem letzten Besuch, waren lediglich 3 Sportler anwesend, wobei einer von Ihnen garnicht aus Schwalbach, sondern aus Kronberg kam. Die 2 Sportplätze auf der anderen Bachseite ( neu hergerichtet ) sind von Montag bis Samstag tagsüber komplett frei, sodass zu jeder Zeit auf diesen schönen Plätzen Schulsport betrieben werden kann. Jetzt Soll am Limesstadion ein Mauerdach für wiederum 1,4 Millionen € installiert werden. Den Blick zum Sodner Wald wird den Anwohnern verwehrt. Wenn es regnet oder hagelt, wird man die Geräuschkulisse mit Sicherheit als extrem störend empfinden. Stromleitungen sollen gelegt werden, unter dem Dach soll natürlich auch eine Beleuchtung sein. Für Toiletten und Funktionsraum müssen Wasserleitungen her. Wer trägt die Instandhaltungskosten, Rasenmähen, Sauberhaltung des Areals. Und das alles für ein Dutzend Leichtathleten. Lieber Herr Fischer und lieber Herr Fink, lassen Sie ihr Vorhaben und verwerfen Sie diese unsinnige Idee, diese Sportgelände und wunderschöne Areal nur einigen sportausführenden Leichtathleten zu überlassen. Der Unsinn mit dem Hallenbadabriss und diesem sogenannten Naturbad reicht.

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