3. Dezember 2020

Die Buchtipps der Schwalbacher Zeitung

Lesestoff

In dieser Woche stehen Frauen im Mittelpunkt unserer Buchtipps: Eine junge Forscherin untersucht in „Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ neue Welten. Über 500 Gedichte aus zehn Jahrhunderten eröffnen in „Frauen / Lyrik – Gedichte in deutscher Sprache“ einen neuen Blick auf Lyrik von, über und unter Frauen. Das Märchenbuch „Von acht Prinzessinnen, die keinen Retter brauchen“ erzählt spannende Abenteuer für Kinder von fünf bis zehn Jahren.

 

„Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“

Neue Welten zu untersuchen ist alles, wovon die junge Forscherin Kira Navarez jemals geträumt hat. Doch ein harmloser Auftrag auf einem fernen Planeten lässt Kiras Traum zum größten Albtraum der Menschheit werden: Bei der abschließenden Untersuchung des Planeten, der in Kürze kolonialisiert werden soll, stürzt Kira in eine Felsspalte – und entdeckt etwas, das kein menschliches Auge zuvor erblickt hat. Es wird sie vollständig und für immer verwandeln. Kira ist allein. Wir sind es nicht. Und wir müssen einen Weg finden, um zu überleben.

Christopher Paolini wurde 1983 in Kalifornien geboren und lebt heute in Paradise Valley in Montana. Mit der Serie um den Drachenreiter Eragon schrieb er eine Reihe von Bestsellern, die weltweit 35 Millionen Mal verkauft wurden.

Christopher Paolini: „Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“
Aus dem Englischen übersetzt von Katharina Naumann, Barbara Häusler, Dr. Eberhard Kreutzer und Anke Kreutzer
Knaur Verlag, 2020. 960 Seiten, 24 Euro.

 

„Frauen / Lyrik – Gedichte in deutscher Sprache“

Über 500 Gedichte von Autor*innen aus zehn Jahrhunderten – diese Anthologie eröffnet einen neuen Blick auf Lyrik von, über und unter Frauen. In Auswahl und Aufbau einzigartig nimmt diese Sammlung vier verschiedene Perspektiven ein:

Die erste Perspektive bietet Gedichte, die bereits Teil der unterschiedlichsten Kanonbildungen in der Vergangenheit sind; die zweite nimmt literaturgeschichtlich beispielhafte Gedichte in den Blick. Eine dritte Gruppe versammelt Gedichte mit besonderer emanzipatorischer Stärke; eine vierte widmet sich Gedichten von Autor*innen aller Geschlechter, die textuell die Sicht einer Frau einnehmen.

In dieser multiperspektivischen Betrachtung ergeben sich Überschneidungen, aber auch spannende Widersprüche und überraschende Gemeinsamkeiten.

Anna Bers (Hrsg.): „Frauen / Lyrik – Gedichte in deutscher Sprache“
Reclam Verlag, 2020. 879 Seiten, 28 Euro.

 

„Von acht Prinzessinnen, die keinen Retter brauchen“

Eine Prinzessin muss hübsch sein und höflich und darf sich auf keinen Fall schmutzig machen? Pustekuchen! Echte Prinzessinnen brauchen keine Ritter, die sie retten. Sie sind selbst die Heldinnen in ihrer Geschichte.

Prinzessin Leila schützt ihr Volk vor dem König mit dem schwarz-goldenen Banner, Prinzessin Ellen erkundet die Weltmeere und Prinzessin Tica hat ein Krokodil als Haustier. Sie alle machen eines klar: Sie erleben ihre Abenteuer selbst und sind so viel mehr als nur lieb und nett. Ein Märchenbuch für Kinder von fünf bis zehn Jahren.

Natasha Farrant: „Von acht Prinzessinnen, die keinen Retter brauchen“
Aus dem Englischen übersetzt von Matthias Frings
Mvg Verlag, 2020. 224 Seiten, 16,99 Euro.

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