13. Januar 2021

Verwilderte Katzen kastrieren

Die Schwalbacher FDP und die Freien Bürger haben einen Antrag gestellt, dass der Magistrat Kontakt zu dem für Schwalbach zuständigen Tierheim in Nied aufnehmen soll, um festzustellen, ob es auch dort eine ähnliche Problematik mit verwilderten Katzen gibt, wie im Tierheim im Arboretum.

Das Tierheim im Arboretum hatte im vergangenen Sommer 35 kleine Katzen aufgenommen (wir berichteten), die wild geboren wurden. Nur wenn sie als sehr kleine Katzen im Tierheim aufgenommen werden, besteht eine Chance, dass sie zutraulich und damit vermittelbar werden.
Falls die Situation im Tierheim Nied ebenso akut wäre, solle der Tierschutzverein Schwalbach und Frankfurt West aufgefordert werden, von dem seit 2014 bestehenden Angebot des Landestierschutzverbands Gebrauch zu machen, das Kastrationsmobil zu buchen. Das Kastrationsmobil ist ein umgebauter Transporter, der mit Tierarzt und Helfern sowie allen tiermedizinisch notwendigen Materialien und Medikamenten ausgestattet ist. Die Katzen werden durch die Tierschutzvereine in Fallen gefangen und kastriert. Gechippte oder tätowierte Katzen werden sofort wieder frei gelassen. Der symbolische Betrag in Höhe von 50 Euro für einen eintägigen Einsatz soll durch die Stadt Schwalbach getragen werden.
Das Tierheim im Arboretum ist für die Gemeinden Sulzbach und Bad Soden zuständig – der Magistrat soll auf beide Gemeinden zugehen und dasselbe Verfahren vorschlagen. Weiterhin soll der Magistrat geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Katzenpopulation von verwilderten Katzen regelmäßig einzuschätzen und bei Bedarf entsprechend vom Angebot des Kastrationsmobils über den Tierschutzverein Gebrauch zu machen.
„Das Kastrationsmobil scheint uns ein geeignetes Mittel für dieses Thema. Wir werden die Entwicklung mit Blick auf das Tierwohl im Auge behalten. Die Notwendigkeit eine Katzenschutzverordnung zu erlassen, sehen wir derzeit und auch in absehbarer Zukunft nicht. Wir wollen weder die Katzenbesitzer noch die Stadtverwaltung mit unnötiger Bürokratie zusätzlich belasten“, erklären Fraktionsvorsitzende Stephanie Müller und Kandidatin Yvonne Storch. red

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