18. Januar 2021

Grüne: „Mehr Photovoltaik in Schwalbach“

Den Schwalbacher Grünen zufolge ist regionale Solarstromerzeugung der einfachste Ansatz, um mit der Energiewende endlich wieder voranzukommen. Deshalb hat die Ökopartei nun einen Antrag gestellt, an einem Solarwettbewerb teilzunehmen und will Interessenten in einer Online-Veranstaltung über die Möglichkeiten eigener Photovoltaikanlagen am Sonntag, 24. Januar, um 12 Uhr informieren.

Strom, der vor Ort erzeugt und auch verbraucht wird, macht laut der Ökopartei kein Leitungsproblem und der Bedarf an umweltfreundlichen regionalem Strom werde in den kommenden Jahren spürbar steigen: für Elektromobile zum Beispiel, aber auch für moderne Heizungen mit Wärmepumpen. Gleichzeitig habe Schwalbach ein enormes ungenutztes Potential, aus Sonne den notwendigen zu Strom zu erzeugen.
„Zu viele Dächer liegen brach und das schon zu lange“, meint Arnold Bernhardt von den Grünen. „Dabei waren wir noch vor ein paar Jahren mit Bürgersolaranlagen auf städtischen Dächern Vorreiter. Seit dem ist nicht mehr viel passiert, wir hinken deutlich hinterher.“
In den vergangenen fünf Jahren sei nur eine einzige Photovoltaikanlage auf städtischen Gebäuden errichtet worden. Der längst beschlossene Zubau weiterer Anlagen auf den Dächern des Rat- und Bürgerhauses und auf den Schwimmbaddächern wurde immer weiter hinausgezögert. Die Grünen hatten 2017 die Prüfung weiterer städtischer Dächer auf Tauglichkeit für Solaranlagen beantragt. Dieser Prüfantrag und zwei Anfragen zu diesem Thema seien weiter unerledigt.
Solaranlagen auf Schwalbacher Dächern von Privathaushalten seien immer noch die große Ausnahme. Dabei sollte es umgekehrt sein, denn nur wenige Dächer seien von vornherein ungeeignet.
Die Initiative „Fossil Free Karlsruhe” hat den Wettbewerb „Faktor2” ins leben gerufen, an dem sich die Stadt Schwalbach nach Vorstellung der Grünen beteiligen sollte. Dabei wetteifern Städte unter 100.000 Einwohnern und Großstädte in zwei Kategorien darum, wer den Solarausbau am schnellsten und meisten erhöht. Der Wettbewerb endet, wenn die erste Großstadt ihre Solarstrom-Leistung verdoppelt hat. Schwalbach hat der Ökopartei zufolge eine gute Chance. Weitere Informationen zum Wettbewerb „Faktor2” gibt es unter wattbewerb.de im Internet.
Die Grünen wollen, dass Schwalbach die Herausforderung annimmt und haben im Stadtparlament einen entsprechenden Antrag gestellt. Der Magistrat müsste sich dann darum bemühen, den Zubau an Photovoltaik in der Stadt auf privaten und öffentlichen Dächern voran zu treiben. Ein wesentlicher Bestandteil könnte ein von den Grünen ebenfalls gefordertes städtisches Förderprogramm sein, wie es Eschborn gerade aufgelegt hat.
Manche private Balkon- und Dachbesitzer hatten schon darüber nachgedacht eine Solaranlage zu installieren, die Sache aber bisher nicht angepackt. Professor Heinz Werntges hat Photovoltaikanlagen sowohl auf seinem Dach als auch an seinem Balkon. Auf Einladung der Grünen wird er zeigen, wie das funktioniert, Fragen beantworten und so vielleicht interessierte Mieter und Eigentümer näher an ihren eigenen Strom bringen.
Die Veranstaltung findet am Sonntag, 24. Januar, um 12 Uhr mittags online unter www.gotomeet.me/Main-Taunus/solar oder unter der Telefonnummer 0891/21402090 mit dem Zugangscode 451-542-517 statt. red

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