28. Januar 2021

Ein leidenschaftlicher Europäer

Thomas Mann wird heute 75 Jahre alt und als ehemaligem Europa-Abgeordenetm liegen ihm junge Menschen immer noch am Herzen. Sie will er für seine Europa-Vision begeistern. Foto: Lorenz

„Es ist die Kunst des Seins im Corona-Lockdown.“ Unter diesem Motto feiert heute der ehemalige Europa-Abgeordnete am 28. Januar in Schwalbach seinen 75. Geburtstag, ohne große Feier, aber mit zahlreichen Glückwünschen und Gratulationen per Post sowie über Telefon, E-Mails und soziale Medien im Internet.

Der Geburtstagsjubilar führt einen klangvollen Namen, der den großen deutschen Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann in Erinnerung bringt. Von dem Literat stammt die Lebensweisheit: „Denken und danken sind verwandte Worte; wir danken dem Leben, in dem wir es bedenken.“ Diese Denkweise hat sich auch der Namensvetter und ehemalige Europa-Abgeordnete Thomas Mann zu seinem Altersjubiläum zu Gemüte geführt, um nach seinem Abschied aus Brüssel und Straßburg vor zwanzig Monaten, sein schillerndes, arbeitsreiche Leben zu bedenken und darauf dankbar zurückschauen.
In seiner parlamentarischen Arbeit für die Europäische Union erreichte er das Rekordmaß von 25 Jahren, vom Beginn 1994 bis zur Beendigung im Mai 2019. Das ist in der Tat ein spannender, zeitgeschichtlicher Abschnitt im politischen Abgeordnetenleben von Thomas Mann. Der Christdemokrat war 48 Jahre alt, als er bei der Europawahl 1994 über die Landesliste der CDU in Hessen, sein Mandat für das Europaparlament errang. Fortan gehörte er auf der europäischen Bühne der Fraktion der Europäischen Volkspartei an. Die fraktions- und länderübergreifende Kontaktpflege und Zusammenarbeit im Plenum war für Thomas Mann während seiner parlamentarischen Arbeit stets ein wichtiges Kriterium. Auf ein Vierteljahrhundert intensive Abgeordneten-Arbeit blickt der Europolitiker zurück, er saß in der Schaltzentrale der europäischen Politik, in Brüssel und Straßburg.
Am meisten beeindruckt hat ihn in seiner aktiven Vergangenheit Jean-Claude Junker als versierter EU-Kommissions-Präsident, Professor Hans-Gert Pöttering als belesener Präsident des Europa-Parlaments und David Mc Allister, als Brücken bauender Vorsitzender des Außenpolitischen Ausschusses in der EU.
Gebürtig in Naumburg an der Saale in Sachsen-Anhalt führte der Lebensweg von Thomas Mann bereits in jungen Jahren nach Hessen und schließlich nach Schwalbach. Nach dem schulischen Abitur schloss er erfolgreich die Ausbildung zum Industrie-Kaufmann ab. Über viele Jahre war er im Beruf in Frankfurt in der Werbung tätig, ehe er dem Ruf in die Europa-Politik folgte. Poltisches Sprungbrett in seiner Partei, der CDU, war seine langjährige, erfolgreiche Arbeit in der Jungen Union sowie in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).
In seinem politischen „Un-Ruhestand“ widmet sich Thomas Mann jetzt in seinem ehrenamtlichen Engagement im überparteilichen Verband der Europa-Union, als Vorsitzender des Kreisverbandes Main-Taunus und des Landesverbandes Hessen. Im Vorstand des Bundesverbandes der Europa-Union ist er Vertreter des Bundesvorsitzenden Rainer Wieland (MdEP, Vizepräsident des Europa-Parlaments).
Das örtliche Gemeinschaftsleben hat der Schwalbacher nicht aus dem Auge gelassen. Nicht nur weil er im Europarlament in Straßburg viele Besuchergruppen, Jung und Alt, begrüßen konnte. Er war fortwährend als Europa-Abgeordneter in Schulen in Frankfurt und hessenweit unterwegs, um für Europa und seine Vision zu werben.
Wenn jetzt Thomas Mann die Absicht hat, auf örtlicher Ebene, sich in die Kommunalpolitik in Schwalbach einzubringen, so mit dem Ziel, einen persönlichen Beitrag im Bereich Jugend, Kultur und Soziales zu leisten. Von seinem reichen Erfahrungsschatz kann die örtliche Arbeit in den städtischen Gremien in der Tat profitieren. pelo

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