21. Juni 2021

Das 21. Polnische Kaleidoskop bietet ab August wieder Präsenzveranstaltungen an

30 Jahre Freundschaft

Nach dem Fall der Mauer beschloss 1989/1990 das Schwalbacher Stadtparlament eine deutsch-polnische Städtepartnerschaft einzugehen, die dann 1997 mit der Stadt Olkusz besiegelt wurde. Bis heute verbindet die beiden Städte eine „tiefe Freundschaft“ und wenn der Arbeitskreis im Herbst wieder nach Olkusz fahren kann soll gemeinsam der 30. Jahrestag des Deutsch-Polnischen Vertrages gefeiert werden.

Die Erinnerung an den 17. Juni 1991 ist ein ganz wichtiger Tag, der zum Feiern einlädt. Vor 30 Jahren unterschrieben Jan Krzysztof Bielecki und Krzysztof Skubiszewski sowie Helmut Kohl und Hans-Dietrich Genscher in Bonn den Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Den langen Verhandlungen gingen zwei Ereignisse voraus, die bedeutend waren für den Vertrag als auch für die künftigen Beziehungen.
Zum einen, der aufopferungsvolle Kampf der Solidarność, der größten Bürgerinitiative, die im Juni 1989 erfolgreich bei den „halbfreien“ Wahlen war und wesentliche Impulse für den Veränderungsprozeß in der DDR gab. Zum zweiten, die in der Bundesrepublik gegen heftigen politischen Widerstand durchgesetzte Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze. Vor 30 Jahren wurde mit dem Vertrag der Grundstein gelegt für ein freies Europa. Mit dem Vertrag wurde auch das Deutsch-Polnische-Jugendwerk (dpjw/pnwm) gegründet.
Das Deutsch-Polnische Jugendwerk soll auch wieder in diesjährige Fahrt nach Olkusz, wenn sie im Herbst stattfinden kann miteinbezogen werden. Viele Jugendliche aus Schwalbach und Olkusz verdanken ihm interessante Jugendbegegnungen.
Die offiziellen deutsch-polnischen Beziehungen mögen derzeit nicht zum Besten stehen, auf die lokalen Beziehungen zwischen den Bürgerinnen und Bürgern hat dies keinen Einfluß. In den Städtepartnerschaftsbeziehungen haben sich über Jahrzehnte so viele gute gemeinsame Beziehungen und Erfahrungen aufgebaut, die auch die stürmischen politischen Wetterlagen nicht beeinträchtigen können.
Es gibt noch einen zweiten Grund zu feiern: Das 21. Polnische Kaleidoskop wird – aller Voraussicht nach – seine Veranstaltungen ab August in Präsenz durchführen können.
Folgendes Programm ist geplant: Am 30. August findet um 19.30 Uhr im großen Saal im Bürgerhaus ein Vortrag mit Dr. Andreas Kossert über „Masuren“ statt. Der Film „Der Kniefall von Warschau“ wird am 6. September um 19.30 Uhr ebenfalls im großen Saal im Bürgerhaus angeboten. Zur Einführung und Diskussion ist der Regisseur Andrzej Klamt anwesend.
Die Evangelische Limesgemeinde lädt am 26. September um 19.30 Uhr zum Konzert „Musikalische Weltreise“ mit Teresa Kaban und Henryk Blazej im Rahmen der Interkulturellen Woche ein. Am 1. Oktober wird um 18 Uhr im Foyer und im Raum 1 des Bürgerhauses die Ausstellung „100 Jahre Polen – Kleine Bilder mit großen Geschichten“, die Briefmarkenausstellung des Deutschen Polen-Instituts mit Manfred Mack eröffnet. Der Vortrag „Belarus und Polen“ mit Dr. Manfred Sappersteht am 1. November um 19.30 Uhr im großen Saal im Bürgerhausauf dem Programm.
Der Vorstand des Arbeitskreises hat bereits mit den Planungungen für das große Jubiläum der Städtepartnerschaft begonnen. Das gesamte Jahr 2022 soll im Zeichen von 25 Jahre Städtepartnerschaft Olkusz-Schwalbach stehen. red

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