17. August 2021

Grüne: Möglichkeiten für Photovoltaikanlagen werden immer noch nicht genutzt

Klimaveränderungen sind ernste Mahnung

Schwalbach hinkt den Grünen zufolge bei der Erzeugung von umweltfreundlichem Solarstrom deutlich hinterher. Weit über 90 Prozent der in Frage kommenden Dächer seien noch ungenutzt und die Gesamtbilanz liege mit nur 91 Watt installierter Solarleistung je Einwohner deutlich unter dem Durchschnitt.

Das hängt laut der Ökopartei auch mit der in den letzten Jahren von SPD und CDU dominierten zögerlichen Stadtpolitik zusammen. Die auf Drängen der Grünen bereits für das Frühjahr 2020 vorgesehene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rat- und Bürgerhauses ist immer noch nicht installiert und auch die Dächer der Schwimmbadgebäude sind immer noch ungenutzt.
„Die mittlerweile selbstverständliche Forderung, dass auf allen geeigneten städtischen Gebäuden und Freiflächen PV Anlagen installiert werden sollen, wurde noch kurz vor der Sommerpause von CDU und SPD abgelehnt. Und es passt leider ins Bild, dass ein einstimmig beschlossener Prüfantrag der Grünen aus dem Jahr 2017, welche städtischen Gebäude für die Installation einer Photovoltaikanlage in Betracht kommen, mit mehrjähriger Verzögerung erst jetzt beantwortet worden ist“, meint Arnold Bernhardt von den Schwalbacher Grünen.
In einem Magistratsbericht wurde gemäß der Ökopartei nun festgestellt, dass zum Beispiel auf dem Dach des Wohnhauses Ringstraße 22 ohne weiteres eine Solarstromanlage errichtet werden kann, ebenso wie auf dem Wasserwerk Am Erlenborn, dem Sportlerheim Hinter der Röth oder der neuen Tribüne am Limesstadion. Hinsichtlich der historischen Gebäude in der Altstadt sei auch nach vier Jahren leider immer noch keine Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde erfolgt. „Höchste Zeit, dass dies nun nachgeholt wird“, sagt Arnold Bernhardt.
Die Grünen sehen sich durch die späte Antwort auf ihren Prüfantrag aus dem Jahr 2017 darin bestätigt, dass auch in der unmittelbaren Verantwortung der Stadt zahlreiche Möglichkeiten zur Solarstromerzeugung noch ungenutzt sind. Sie halten daran fest, dass auf jedes städtische Gebäude eine Photovoltaikanlage gehört und sie werden im parlamentarischen Betrieb darauf drängen, dass dies nicht nur „zum Thema gemacht“, sondern auch umgesetzt wird. red

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