21. September 2021

Leserbrief

„Wo sind die ‚grünen‘ Spuren“

Zum Kommentar „Mutti und Vati“ in der Ausgabe vom 15. September erreichte die Redaktion nachfolgender Leserbrief. Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer an info@schwalbacher-zeitung.de.Das mit Frau Baerbock als „Mutti“-Ersatz war hoffentlich nicht ernst gemeint Herr Schlosser – oder? Nur für den Fall dass doch, kann sich diese Ihre mitschwingende Sympathie doch wohl eher auf den ökologischen Aspekt der Partei beziehen als der Aspirantin etwaige persönliche staatstragende Kompetenzen zuzutrauen. So dringlich diese „grüne“ Politik auch ist, dann wissen sie aber auch, dass diese Partei bereits seit 1983 im Bundesparlament sitzt sowie unter Gerhard Schröder von 1998 bis 2005 als Koalitionspartner mit der SPD sogar die Regierung bildete.
Die Frage ist nun: Was hat diese Partei insbesondere in ihrer siebenjährigen Mitregentschaft für „grüne“ Spuren hinterlassen, und warum ist es ihr nach mittlerweile fast 40 Jahren festem Bestandteil im Bundestag nicht gelungen mehr Aufmerksamkeit und Wirkung für ihren einschlägigen Markenkern zu schüren, sodass sie nun von einer schwedischen „Prinzessin“ mit ihrer Gefolgschaft „fridays for future“ nach 40-jährigem Dornröschen-Schlaf wachgeküsst werden musste? Das Einzige was ich wahrgenommen habe, ist, wie man ausgehend von „Steine werfenden“ Straßenschuhen und mit späteren provokanten Turnschuhen (seines Zeichens Joschka Fischer), locker ins Parlament hineinspazieren kann, um am Ende unter wirtschafts-liberal-gefirmter Läuterung mit polierten Lackschuhen geradezu „entkernt“ wieder hinauszuschreiten.

Herbert Ochs,
Schwalbach

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