13. Oktober 2021

Hinweise für Trassenvarianten der Radschnellverbindung Bad Soden-Eschborn jetzt einreichen

Bürger dürfen abstimmen

Die Online-Bürgerbeteiligung für den Radschnellweg „FrankfurtRheinMain4“ von Bad Soden über Schwalbach und Sulzbach nach Eschborn hat begonnen. Foto: Regionalverband

Der Planung des Radschnellwegs „FrankfurtRheinMain4“ von Bad Soden über Sulzbach und Schwalbach nach Eschborn nimmt weiter Fahrt auf. Bürgerinnen und Bürger können sich noch bis 14. November an einer Online-Umfrage beteiligen, über die Trassenvarianten abstimmen und auch Hinweise für die weitere Planung liefern.

„Der geplante Radschnellweg soll einen weiteren Beitrag für eine zukunftsorientierte Nahmobilität leisten. Mit der Umfrage möchten wir besonders diejenigen nach ihren Vorstellungen fragen, die diese Verbindung später nutzen könnten. In der Umfrage würden mögliche Wegführungen vorgestellt, und die Bürger könnten auch darüber hinaus Anregungen geben“, erklärt Kreisbeigeordneter Johannes Baron.
Nachdem die Machbarkeitsstudie im März 2021 an das Planungsbüro „R+T Verkehr“ vergeben worden war, wurden Datengrundlagen wie Bevölkerungsdaten, Siedlungsentwicklung, Infrastruktur, vorhandene Verkehrsplanungen, Radwegekonzepte und Restriktionsflächen hinsichtlich des Naturschutzes ausgewertet. Auf dieser Basis wurden nun sechs Trassenvarianten für den Radschnellweg identifiziert. Diese Trassenvarianten werden jetzt vergleichend in einer Online-Beteiligung vorgestellt und dabei Rückmeldungen aus der Bevölkerung gesammelt. Die Umfrage findet sich hier.
„Mit dieser Art von Bürgerbeteiligung erhalten wir Hinweise, Informationen und Anregungen mit wertvollen Vorort-Kenntnissen. Die Qualität der Machbarkeitsstudie profitiert enorm von der Mitarbeit der Bevölkerung. Die Online-Umfragen ermöglichen es, dass frühzeitig eine ganze Reihe von Anregungen einfließen können“, sagte Rouven Kötter (SPD), Mobilitätsdezernent und Erster Beigeordneter des Regionalverbandes.
Insgesamt neun Radschnellwege sollen die Region künftig vernetzen. Einer davon verbindet die Wetterau mit der Frankfurter Innenstadt: Der Radschnellweg „FrankfurtRheinMain4 (FRM4) führt von Bad Soden über Schwalbach und Sulzbach nach Eschborn, wo er an die Trasse des Radschnellweges „Vordertaunus“, den FRM5, anschließt. Dieser Radschnellweg führt von Friedrichsdorf in die Frankfurter Innenstadt.
Um den Radschnellweg umzusetzen, haben die politisch Verantwortlichen der genannten Kommunen im Jahr 2020 einen Kooperationsvertrag mit dem Regionalverband FrankfurtRheinMain unterzeichnet. Der Verband koordiniert die Machbarkeitsstudie mit dem Team des Ersten Beigeordneten und Mobilitätsdezernenten Rouven Kötter federführend. Die Kommunen und der Kreis begleiten das Vorhaben politisch in einem Steuerungskreis und durch Mitarbeiter aus den Fachabteilungen in einem Arbeitskreis.
Es wird davon ausgegangen, dass die Kosten der Machbarkeitsstudie bei etwa 80.000 Euro liegen. Das Land Hessen bezuschusst Machbarkeitsstudien dieser Art in der Regel mit rund 50 Prozent. Der Main-Taunus-Kreis wird sich mit 2.500 Euro beteiligen. Die verbleibenden Kosten werden unter den Kommunen Bad Soden, Schwalbach, Eschborn und Sulzbach aufgeteilt. Der Regionalverband verantwortet das Projektmanagement. red

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