1. November 2021

Stefan Seib-Melk ist seit 1. August Jugendreferent im Dekanat Kronberg

„Der Solidargedanke ist wichtig“

Stefan Seib-Melk ist im Haus der Kirche in Bad Soden zu finden. Foto: Dekanat Kronberg

Seit 1. August ist Stefan Seib-Melk als Jugendreferent im Evangelischen Dekanat Kronberg tätig, zu dem auch die Limes- und die Friedenskirchengemeinde in Schwalbach gehören. Im Rahmen einer Elternzeitvertretung wird er zwei Jahre im Haus der Kirche in Bad Soden mit Dekanatsjugendreferentin Sarah Winkler zusammenarbeiten.

Der 27-Jährige ist bereits seit vier Jahren für das Dekanat tätig. Er fing mit einer halben Stelle als Gemeindepädagoge in der Kirchengemeinde Neuenhain an, später kam die Tätigkeit als Jugendkoordinator für die Stadt Kronberg hinzu. „Auf die Stelle als Dekanatsjugendreferent beworben habe ich mich, weil ich das Vernetzende, das Überregionale mag. Den Austausch mit anderen. Es macht mir Spaß, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen“, erklärt er. Damit habe er in Neuenhain bereits angefangen – mit Veranstaltungsangeboten, die Kinder und Jugendliche über die Grenzen der Gemeinde hinaus angesprochen haben.

„In den zwei Jahren hier ist es mein Ziel, das gemeinsame Arbeiten an etwas noch mehr in den Vordergrund zu rücken. Der Solidargedanke ist mir unglaublich wichtig. Das Gemeinschaftsgefühl, das bei Veranstaltungen wie dem Konfi-Tag des Dekanats mit rund 250 Jugendlichen entsteht. Es wäre schön, wenn wir als Kirche mit den unterschiedlichen Gemeinden noch mehr Gelegenheiten der Zusammenarbeit finden“, meint Stefan Seib-Melk.

Der Konfi-Tag konnte aufgrund der Corona-Pandemie bereits zum zweiten Mal in Folge nicht stattfinden. Als Alternativ-Programm hat er gemeinsam mit seinen Kolleginnen in diesem Jahr „Action Bound“-Pakete für die Kirchengemeinden vorbereitet, mit deren Hilfe sie jeweils vor Ort eine per Smartphone geleitete Schnitzeljagd mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden durchführen konnten. 155 Jugendliche aus neun Gemeinden haben dieses Angebot bereits genutzt. „Man muss sich den Zeiten anpassen und auch bei bewährten Konzepten Innovationen einbringen“, erklärt Stefan Seib-Melk.

Ein weiterer Schwerpunkt ist für ihn das Thema Partizipation. „Mir ist wichtig, dass die Leute mitentscheiden und sich mit ihren Stärken einbringen können und wir ihnen mit diesem Selbstvertrauen für ihr ganzes Leben weiter helfen.“ Bei den Jugendfreizeiten laufe das schon gut. Die Teamerinnen und Teamer sagen, wo sie hinfahren möchten, die Jugendreferenten buchen die Unterkünfte und den Rest organisieren die Teamer selbst.

„Wir müssen jetzt die Gemeinschaftskultur wieder aufleben lassen, die durch Corona nicht möglich war. Glaube und Gemeinschaft entstehen meiner Meinung nach nicht in Gottesdiensten, sondern werden in der Gemeinschaft gelebt. Sie entstehen durch Wertschätzung und das Interesse an anderen Menschen. Mir ist es deshalb auch immer wichtig, eine offene Tür für jeden zu haben“, sagt der neue Jugendreferent. Die Teamer seien diejenigen, die sich auch in den nächsten 40 Jahren noch in der Kirche engagieren werden. Das sei nicht selbstverständlich. „Sie gehen ja alle arbeiten oder sind noch in der Ausbildung und machen das alles nebenbei und opfern ihren Urlaub dafür. Ohne sie würde der Laden hier nicht laufen. Das sollte man ihnen auch immer wieder vermitteln“, erklärt Stefan Seib-Melk. red

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