1. November 2021

Hessenweite Aktion „Rettet die Kastanie“ am Samstag auch im Arboretum

Kampf gegen die Miniermotte

Groß und Klein sammelten unter den Rosskastanien im Arboretum fleißig das von Schädlingen befallene Laub auf. Foto: te

Das Forstamt Königstein und der Förderverein Arboretum hatten am vergangenen Samstag um Mithilfe im Kampf für die Kastanien und gegen die Miniermotte aufgerufen und 15 Helferinnen und Helfer kamen.

In ganz Deutschland macht seit einigen Jahren ein winziger Falter den Rosskastanien zu schaffen. Die Rosskastanienminiermotte wurde erst 1984 in Europa beobachtet. Zur Blütezeit legt sie bis zu 100 Eier auf den Blättern ab. Die geschlüpften Raupen bohren sich in das Blatt, wo sie verpuppen und ihre Entwicklung zum Falter vollziehen. Die befallenen Blätter welken durch die Fraßschädigung, stellen die Photosynthese ein und fallen oft bereits sehr früh im Sommer ab. Die Bäume werden geschwächt und stellen ihr Wachstum ein. Die Miniermotte hat keine natürlichen Feinde und ist für die Rosskastanie auf die Dauer zu einer ernsten Gefahr geworden. Das Sammeln des Laubs ist die umweltfreundlichste Lösung des Miniermotten-Problems.

Um Punkt zehn Uhr trafen sich daher am Samstag hilfsbereite „Geister“ aus allen Generationen am Waldhaus, um nach Kräften fleißig das Laub der Rosskastanien einzusammeln, die im Arboretum verteilt stehen, weshalb in verschiedene Gruppen aufgeteilt gearbeitet wurde.

Das Laub mit den Puppen des Schädlings wurde mittels diverser Modelle von zur Verfügung gestellten Laubrechen zusammen geschoben und in blauen Säcken gesammelt, um es danach fachgerecht zu entsorgen. Arbeitsgeräte wie Laubrechen und die Säcke wurden zur Verfügung gestellt.

Von den Aktiven mitgebracht wurden Arbeitswille, Handschuhe und sogar ein Exemplar sehr praktischer Laubschaufeln, mit dem es sehr viel leichter fiel, das Laub in die Säcke zu füllen. Wegen der weit verteilten Kastanienbäume ist die Laubsammelaktion damit aber noch nicht abgeschlossen. Die Blätter der restlichen, noch übrig gebliebenen Bäume werden später zeitnah von kommunalen Kräften mit Laubsaugern eingesammelt.

Als Dankeschön gab es am Schluss um kurz vor zwölf Uhr heiße Würstchen mit Brötchen und Apfelsaftschorle oder Wasser. Petrus war wieder einmal gnädig und hat den laut Wetterprognose versprochenen Regen tatsächlich erst nach der Aktion vom Himmel herab gelassen. te

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