10. November 2021

Die Kinotipps der Schwalbacher Zeitung

Neu im Kino

An dieser Stelle geben wir Ihnen jeden Mittwoch Tipps aus dem aktuellen Kinoprogramm.

 

Die Rettung der uns bekannten Welt

Auf den ersten Blick ist Paul ein ganz normaler Achtzehnjähriger. Was keiner weiß: Paul ist bipolar. Er ist den radikalen Stimmungsumschwüngen in seinem Gehirn hilflos ausgeliefert. Als eine depressive Episode in einem Selbstmordversuch endet, muss ihn sein alleinerziehender Vater Hardy in ein Therapiezentrum für psychisch kranke Jugendliche einweisen. In der Klinik trifft Paul auf Jugendliche, die ebenfalls mit psychischen Problemen zu kämpfen haben.

Er muss sich entscheiden: Läuft er weiterhin vor seiner Krankheit davon? Oder vertraut er den Menschen, die ihn lieben, so sehr, dass er endlich bereit ist, ihre Hilfe anzunehmen? Paul entscheidet sich für die Liebe und für die Erkenntnis, dass man eine psychische Erkrankung nicht alleine durchstehen muss. Denn das, was uns wirklich trägt, ist der Mut, unsere Schwächen zu zeigen und uns von denen helfen zu lassen, die wir lieben.

Die Rettung der uns bekannten Welt
Länge: 136 Minuten
FSK: ab 12

 

Lieber Thomas

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch (Albrecht Schuch) passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst (Jörg Schüttauf), der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell. Schon sein erstes Stück wird verboten und bald fliegt er auch von der Filmhochschule. Als 1968 die sowjetischen Panzer durch Prag rollen, protestiert Brasch mit seiner Freundin Sanda (Ioana Iacob) und anderen Studenten mit einer Flugblattaktion in den Straßen Berlins – und rennt vor die Wand. Sein eigener Vater verrät ihn und Thomas Brasch kommt ins Gefängnis.

Auf Bewährung entlassen, arbeitet Brasch in einer Fabrik und schreibt über die Liebe, die Revolte und den Tod. Aber mit einem wie ihm kann man in der DDR nichts anfangen. Ohne Aussicht, gehört zu werden, verlässt Thomas mit der Frau, die er liebt (Jella Haase), die Heimat. Im Westen wird er anfangs bejubelt, dreht mehrere Kinofilme, wird zweimal nach Cannes eingeladen. Doch Brasch lässt sich nicht vereinnahmen. Auch nach dem Mauerfall, zurück in Ost-Berlin, ist er weit davon entfernt, Ruhe zu geben.

Lieber Thomas
Länge: 157 Minuten
FSK: ab 16

 

Elise und das vergessene Weihnachtsfest

Am 24. Dezember wacht die kleine Elise mit dem merkwürdigen Gefühl auf, dass dieser Tag ein besonderer ist. Doch sie kann sich einfach nicht erinnern. Auch ihr Vater und die anderen Bewohner des Dorfes können ihr nicht helfen, denn dort, wo Elise herkommt, sind die Menschen sehr, sehr vergesslich. Als Elise auf dem Dachboden einen verstaubten Holzkasten mit 24 bemalten Türchen findet, auf dem „Fröhliche Weihnachten“ steht, glaubt sie, eine heiße Spur zur Lösung des Rätsels gefunden zu haben.

Sie macht sich auf den Weg zum Tischler des Kastens, der den Ernst der Lage sofort erkennt: Das gesamte Dorf hat das Weihnachtsfest vergessen. Er kennt nur einen, der ihnen jetzt noch helfen kann – ein Mann mit weißem Rauschebart und rotem Mantel, von dem Elise noch nie etwas gehört hat. Doch viel Zeit bleibt den dreien nicht mehr, um die Erinnerungen der Dorfbewohner an die schönste Zeit des Jahres wieder zu erwecken. Für Elise beginnt eine unvergessliche Nacht voller Wunder.

Elise und das vergessene Weihnachtsfest
Länge: 70 Minuten
FSK: ab 0

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