12. November 2021

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle im Schwalbacher Wald waren 121 Autos zu schnell

Rotlicht im 105-Sekunden-Takt

Mit ihrem neuen Radarmessgerät kontrollierte die Schwalbacher Ordnungspolizei am Dienstag auf der Landesstraße durch den Schwalbacher Wald. Foto: te

Zahlreiche Raser wurden am Dienstagnachmittag bei einer Kontrolle auf der Landesstraße durch den Schwalbacher Wald erwischt. Ein Fahrer war 40 Stundenkilometer zu schnell.

Die Schwalbacher Ordnungspolizei führte die Messung in der Nähe des Angelteichs zwischen 13.30 Uhr und 17 Uhr durch. Dabei wurde der mit Tempo 60 ausgeschilderte Verkehr aus Richtung Kronberg in Fahrtrichtung Neuenhain kontrolliert. Die Landesstraße während des Berufsverkehrs sehr frequentiert und ist daher zeitweise – insbesondere bei hoher Verkehrsdichte – zum Beispiel für Fußgänger nicht einfach zu überqueren.

Für diese Messungen kam die neue von der Stadt Schwalbach angeschaffte mobile Radaranlage zum Einsatz. Diese ersetzt das Gerät, dass sich Schwalbach über mehrere Jahre mit der Gemeinde Sulzbach teilte. Nach Angaben des Ordnungsamtes kann man damit künftig unabhängiger und häufiger auf der Schwalbacher Gemarkung den fließenden Verkehr kontrollieren.

Das Ergebnis vom Dienstagnachmittag in Kurzfassung: Es gab viel Rotlicht. Während der Beobachtungsdauer von dreieinhalb Stunden passierten rund 1.100 Fahrzeuge die Messstelle. Es waren davon 121 Fahrzeuge zu schnell unterwegs und wurden „geblitzt“. Statistisch betrachtet war das also durchschnittlich alle 105 Sekunden beziehungsweise alle anderthalb Minuten ein geblitzter Tempoverstoß.

Davon überschritten 31 Fahrzeuge die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 15 Stundenkilometer, sodass diese Überschreitungen nicht als Verwarnungen, sondern als Ordnungswidrigkeiten mit einem Bußgeld geahndet werden. Weil gerade am Dienstag der geänderte Bußgeldkatalog in Kraft trat, wird es für die Verkehrssünder teurer als bisher. Überschreitungen zwischen 15 und 20 Stundenkilometer kosten jetzt außerhalb geschlossener Ortschaften 60 Euro. Der schnellste Autofahrer wurde mit 100 Stundenkilometern gemessen und muss nun mit einem Bußgeld von 200 Euro und einem „Flensburg-Punkt“ rechnen.

Im Beobachtunszeitraum ereigneten sich verschiedentlich Kuriositäten. So reagierte einer der Autofahrer beim Anblick des Radargerätes mit einem sehr kurzen, sehr heftigen und beinahe gefährlichen Bremsmanöver. Später wurde ein anderer, besonders langsam fahrender Autofahrer von einem nachfolgenden von hinten bedrängt und angehupt. te

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