14. Januar 2022

Warum der Nahe Osten nicht zur Ruhe kommt

Eine Achse des Scheiterns

Der Bestseller-Autor Rainer Hermann kommt am 8. Februar auf Einladung des Arbeitskreises Lesen nach Schwalbach.

Der Arbeitskreis Lesen lädt ein zu einer Lesung und Diskussion zum Thema „Die Achse des Scheiterns“ mit Bestseller-Autor Rainer Hermann ein.

Rainer Hermann ist seit 1998 Korrespondent und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für den Nahen Osten. Der Journalist und Autor liest am Dienstag, 8. Februar, aus seinem Buch „Die Achse des Scheiterns – Wie sich die arabischen Staaten zugrunde richten.“ Die Veranstaltung des Arbeitskreises Lesen findet um 19 Uhr in Gruppenraum 1 des Bürgerhauses statt. Zu Lesung und Diskussion mit dem Spiegel-Bestseller-Autor sind alle Interessierten eingeladen. Rainer Hermann wird seine Bücher signieren. Für die Veranstaltung gilt das jeweils aktuelle Hygiene-Konzept. Der Eintritt ist frei. Einlasskarten gibt es bis Freitag, 4. Februar, nur in der Geschäftsstelle der Kulturkreis GmbH im Rathaus.

Mehr als zehn Jahre nach Beginn des „Arabischen Frühlings“ im Jahr 2011, der weltweit viele Hoffnungen weckte, haben Aufstände, Konflikte und Kriege elf Länder des Nahen Ostens erfasst. Dass die Region ihren Tiefpunkt aber noch lange nicht erreicht hat, davon ist Rainer Hermann, der als ausgewiesener Kenner des Nahen Ostens gilt, überzeugt. Als wesentliche Ursache für diesen Niedergang hält er das Scheitern der nationalen Eliten. Sie seien verantwortlich für dauerhaft schlechte Regierungsführung, verbreitete Korruption und den Mangel an guten öffentlichen Dienstleistungen, beispielsweise im Bildungs- oder Gesundheitssystem. Sie schalteten wirtschaftlichen Wettbewerb und politische Teilhabe der Menschen aus. Was dies für die Region bedeutet, welche Folgen es für Europa hat und was dringend getan werden sollte – das ist Gegenstand von Lesung und des Gesprächs an diesem Abend.

Rainer Hermann, geboren 1956, beschäftigt sich mit der arabischen Welt, der Türkei und Iran, seit er 1978 das Studium der Islamwissenschaft/Orientalistik zusätzlich zum Studium der Volkswirtschaftslehre aufgenommen hat. Er studierte in Freiburg, Rennes, Basel und Damaskus. Als Korrespondent der Bundesstelle für Außenhandelsinformation wurde er 1990 in Kuwait Augenzeuge des irakischen Einmarsches. Von 1991 bis 2008 berichtete er aus Istanbul über die Türkei und die arabische Welt, 2008 übersiedelte er nach Abu Dhabi, 2012 kehrte er nach Deutschland zurück und ist seitdem in der politischen Redaktion der FAZ vor allem für den Nahen Osten und die Türkei zuständig.

Nach einer längeren Pause – auch versursacht von der Corona-Pandemie -möchte der Arbeitskreis Lesen mit der Einladung eines Autors ein neues Kapitel seiner Aktivitäten aufschlagen. Das Buch kann vorab gelesen werden. Im Gegensatz zu den bisher üblichen Treffen des Arbeitskreises ist dies jedoch keine Voraussetzung für die Teilnahme. Auch wer nur an Lesung und Gespräch an diesem Abend interessiert ist, ist willkommen. red

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