3. August 2022

Die Grundsteinlegung des Schwalbacher Ehrenmals an der Eschborner Straße fand am 30. Juli 1922 statt

Archivar sucht alte Dokumente

Die Grundsteinlegung für das Schwalbacher Ehrenmal erfolgte von genau 100 Jahren. Einen lebendigen Eindruck vom Geschehen rund um den Bau vermittelt der Aufsatz „In Zeiten großer Krisen“ von Stadtarchivar Michael Kaminski. Foto: mag

In den Jahren 1922 und 1923 wurde das Ehrenmal an der Eschborner Straße auf Initiative des damaligen Schwalbacher „Kriegsversehrten-Vereins“ errichtet. Tag der Grundsteinlegung war der 30. Juli 1922. In der zu diesem Anlass gebildeten „Gedenksteinkommission“ waren alle Schwalbacher Vereine sowie die Gemeindeverwaltung vertreten.

Die drei Reliefplatten aus Kalksandstein mit den Motiven „Deutsche Eiche“ mit den Symbolen aller deutschen Staaten „fallender Krieger“ und „Adler und Sonne“ stammen von dem Schwalbacher Bildhauer Fritz Specht, der die Arbeiten unentgeltlich ausführte. Die Gesamtform und die Gestaltung des Ehrenmals gehen wesentlich auf die Vorstellungen des damaligen Bürgermeisters Peter Specht zurück. Gemauert ist das Ehrenmal aus Mammolshainer Taunusquarzit. Der Aufstellung der 46 Gefallenen des ersten Weltkriegs wurden nach dem zweiten Weltkrieg die Namen der 179 Gefallenen hinzugefügt.
Die Kosten für den Bau des Ehrenmals wurden damals ausschließlich aus Spenden und Erlösen aus Veranstaltungen der Gedenksteinkommission bestritten. Einen lebendigen Eindruck vom Geschehen rund um den Bau des Ehrenmals vermittelt der Aufsatz „In Zeiten großer Krisen“ von Stadtarchivar Michael Kaminski. Er basiert auf Protokollen der Gedenksteinkommission und weiteren historischen Dokumenten des Stadtarchivs. Der Aufsatz steht hier zum Download bereit.
Das Stadtarchiv wäre dankbar, wenn Besitzer von zeitgenössischen Dokumenten oder Abbildungen der Baustelle, des fertigen Denkmals oder von damit verbundenen Ereignissen diese – und sei es auch nur für das Erstellen einer Kopie – zur Verfügung stellen könnten. Michael Kaminski kann unter der Telefonnummer 06196/804-233 oder per E-Mail an michael.kaminski@schwalbach.de kontaktiert werden. red

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