18. November 2022

Schwalbacher Bürger können sich an das Sozialamt wenden

Heizkosten explodieren

In den vergangenen Tagen sind die Fernwärmeabrechnungen für das Jahr 2021 bei den Kundinnen und Kunden eingetroffen. Neben Nachforderungen in erheblicher Höhe wurden auch die Abschläge ab dem Monat Dezember massiv erhöht.

Die Beträge der Heizkosten haben sich oft vervielfacht. Schwalbacherinnen und Schwalbacher mit geringem Einkommen, für die diese Kosten kaum zu tragen sind, können sich an das Sozialamt im Rathaus wenden.
„Das Beratungsangebot gilt für alle Schwalbacher mit geringem Einkommen, ob sie in der Wohnstadt Limes wohnen oder im alten Ort und unabhängig von der Art ihrer Heizung“, erklärt Bürgermeister Alexander Immisch. Zuständig sind die Mitarbeiterinnen des Sozialamtes im zweiten Stock des Rathauses. Die Öffnungszeiten sind montags und donnerstags von 8 Uhr bis 12 Uhr, mittwochs von 8 Uhr bis 12 Uhr und von 15 Uhr bis 18 Uhr und freitags von 7 Uhr bis 12 Uhr. Auch eine Anmeldung ist möglich unter den Telefonnummern 06196/804-186, -187, -192.
Die Leiterin des Sozialamts Brigitte Wegner erläutert: „Die Heizkosten sind neben den Kosten der Unterkunft und anderen Nebenkosten Bestandteil der Berechnung des Anspruchs auf finanzielle Unterstützung durch das Amt für Arbeit und Soziales des Main-Taunus-Kreises. Viele Personen mit geringem Einkommen, die bislang ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten konnten, haben unter Umständen nun Anspruch auf ergänzende soziale Leistungen. Auch auf die Gewährung des Wohngeldes kann die Erhöhung der Abschläge Auswirkungen haben.“
Die erhebliche finanzielle Belastung durch stark erhöhte Heizkosten hat besonders bei Personen mit geringem Einkommen zu großen Sorgen geführt. Der erhöhte Abschlag und die Begleichung der Nachzahlung bedeuten häufig Zahlungsverpflichtungen in Höhe von mehreren Hundert Euro. Im Einzelfall kann die Zahlung der Nachforderung in Raten beantragt werden, doch auch die laufenden Kosten stellen viele Schwalbacher vor erhebliche Probleme. red

3 Gedanken zu „Heizkosten explodieren

  1. Fehlende Information – bei Einlese Vorgang Fa.Techem für das Jahr 2021 fehlten fast in allen Haushalten bei Heizkörpern Glasampullen – wie wird hier abgerechnet?
    Es war bekannt bei Fa.Techem – trotzdem wurden wir nicht informiert.

  2. Das was E-ON hier mit den Menschen in Schwalbach macht ist schlicht eine Unverschämtheit und in fast keinem Fall nachvollziehbar. Ein großes Unternehmen verschickt Rechnungen welche nicht verstanden werden. Dadurch entsteht ein großer Unmut in weiten Teilen der Bevölkerung, ja zum Teil auch Existenzängste. Es werden Vorauszahlungen verlangt, welche bis zu viermal höher sind wie bisher. Kurz gesagt E-ON sollte sich Schämen.

  3. Über einen Erbbaurechtsvertrag, der zunächst bis Ende 2027 läuft, ist der Weiterbetrieb des Kraftwerks für E.ON gesichert und kann danach verlängert werden. Grundvoraussetzung dafür sei allerdings, dass der Preis, den Kundinnen und Kunden in Schwalbach bezahlen müssten, den Durchschnittspreis für Fernwärme in Hessen nicht überschreite, sagte Bürgermeister Alexander Immisch (SPD).
    In der Vergangenheit hatte es immer wieder Beschwerden wegen hoher Fernwärmepreise gegeben. Für Privathaushalte in der Limesstadt besteht seit jeher ein Anschlusszwang ans Fernheizwerk. 2010 wurde die Interessengemeinschaft Fernwärme gegründet, die ein Kartellverfahren gegen die RWE-Tochter Innogy begleitete und seither die Preisgestaltung beo-bachtet. Ende vergangenen Jahres stellte die IG fest, dass die Preise für Heizung und Warmwasser in Schwalbach mittlerweile nicht mehr überteuert seien. Das solle auch so bleiben, versprach E.ON-Vertriebsleiter Henning Lustermann. Man werde zudem auf ökologische Nachhaltigkeit beim Kraftwerksbetrieb achten.
    Quelle FR 21.Januar 2021

    So hilfreich der Verweis auf materielle Unterstützung bedürftiger Haushalte ist, hoffentlich nehmen viele das Angebot auch wahr, so stärker ist der Magistrat gefordert, umgehend von dem Kraftwerksbetreiber die Angemessenheit der Abrechnung 2021 im oben genannten Kontext einzufordern. Ebenso die der Vorauszahlungen ab Dezember 2022. „Grundvoraussetzung dafür sei allerdings, dass der Preis, den Kundinnen und Kunden in Schwalbach bezahlen müssten, den Durchschnittspreis für Fernwärme in Hessen nicht überschreite, sagte Bürgermeister Alexander Immisch (SPD).“
    Darüber hinaus muss schnellstens zwischen dem Magistrat und dem Betreiber geklärt werden, wie es nach Inkrafttreten der Gaspreisbremse weitergeht. Die geplante Deckelung dürfte die Vorauszahlungen sicher wieder reduzieren.

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