24. Juli 2015

Wasserentnahme kann ökologisches Gleichgewicht stören

Kein Wasser aus dem Bach pumpen

Die Regenwassertonnen sind vielerorts bereits leer, die Pflanzen im Garten wollen aber gewässert werden. Angesichts der sommerlichen Hitze ruft der Main-Taunus-Kreis die Anwohner von Gewässern jedoch dazu auf, kein Wasser aus Bächen abzupumpen.

Weil das Wasser bereits niedrig steht, können nach Angaben von Landrat Michael Cyriax schon wenige Wasserentnahmen das ökologische Gleichgewicht erheblich stören. Das gilt auch für den Sauerborns- und den Waldbach. Daher sollten die Anlieger „das Wasser im Bach lassen“. Mit dem Aufruf hofft Cyriax nach eigenem Bekunden ein förmliches Verbot von Wasserentnahmen zu vermeiden. Eine solche Verfügung sei in früheren Sommern am Wester- und Liederbach nötig geworden. Er hoffe auf das Einsehen besonders der Kleingärtner und anderer Gartenbesitzer an den Bächen. Sie könnten das Wasser weiterhin in geringen Mengen mit Handgefäßen schöpfen, um ihre Anlagen zu pflegen. Dies sei „gewässerökologisch unbedenklich“.
Es sei die Aufgabe aller, die Gewässer zu schützen, so der Landrat. Für Fische, Krebse und Kleinstlebewesen sei das Bachwasser ein unersetzbares Lebensmittel.
Nähere Auskünfte zu den Regelungen bei Wasserentnahmen gibt das Amt für Bauen und Umwelt des Main-Taunus-Kreises unter der Rufnummer 06192/201-1286 oder per E-Mail an umweltamt@mtk.org. mtk

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