6. Mai 2015

"Am Erlenborn" sollen bis zu 40 Flüchtlinge untergebracht werden

Zweiter Standort gefunden

Noch nutzt der Tennisverein den Parkplatz „Am Erlenborn“. Im kommenden Jahr soll dort eine Flüchtlingsunterkunft gebaut werden. Foto: Schlosser

Die Stadt hat ein Grundstück in Alt-Schwalbach gefunden, auf dem eine Sammelunterkunft für 40 Asylbewerber gebaut werden kann. Wie schon vor einigen Wochen berichtet soll die Einrichtung auf dem heutigen Parkplatz des Tennisclubs „Am Erlenborn“ entstehen.

Wie alle anderen Städte und Gemeinden gilt auch für Schwalbach die Verpflichtung, eine deutlich zunehmende Anzahl von Asylbewerbern aufzunehmen. Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „Wir suchen weiterhin ganz normale Wohnungen, um die Menschen, die zu uns kommen, unterzubringen. Die spärlichen Angebote eines knappen Wohnungsmarktes reichten dafür jedoch nicht aus. Deshalb benötige der Main-Taunus-Kreis in Schwalbach zusätzlich zur geplanten Gemeinschaftsunterkunft in der Frankenstraße gegenwärtig wenigstens einen weiteren Standort für eine Gemeinschaftsunterkunft.
Der Magistrat hat nun entschieden, den Stadtverordneten vorzuschlagen, den heutigen Parkplatz des Tennisclubs an den Kreis zu verpachten. Das Grundstück ist mit ca. 1.000 Quadratmetern ausreichend groß, um eine zeitlich begrenzte Unterkunft für maximal 40 Personen zu errichten. Zunächst soll das Grundstück für fünf Jahre zu einem Pachtzins von 2.750 Euro pro Jahr an den Kreis verpachtet werden.
Da das Grundstück „Am Erlenborn“ gegenwärtig vom Tennisclub als Parkplatz genutzt wird, sollen in nächster Nähe Ersatzparkplätze geschaffen werden. Dazu will die Stadt ein bisher verwildertes Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft der Tennisplätze kaufen, so dass dem Tennisverein unterm Strich nur acht Stellplätze verloren gehen.
Neben dem Parkplatzproblem hatte der Tennisverein im März jedoch auch darauf hingewiesen, dass sichergestellt sein müsste, dass der Spielbetrieb durch eine Wohnanlage in unmittelbarer Nähe nicht gefährdet ist. Die Tennisspieler fürchten, dass eine Klage gegen das kontinuierliche „Plopp-Plopp“ das Aus für die Tennisanlage „Am Erlenborn“ bedeuten könnte.
Christiane Augsburger hat daher ein Lärmgutachten in Auftrag gegeben, das bis zur Entscheidung über die Flüchtlingsunterkunft in der kommenden Woche vorliegen soll. „Wenn es zu laut sein sollte, müssen wir eben eine Lärmschutzwand oder ähnliches bauen“, sagt die Bürgermeisterin. Dem Tennisverein sollen keine Nachteile durch den Bau der Unterkunft entstehen. red

5 Gedanken zu „Zweiter Standort gefunden

  1. Sehr geehrter Herr „Klugscheisser“ sie haben ja so recht, die ganze Aufregung um einige Parkplätze und das PlopPlop der Tennisbälle. Die Stadt und die politischen Parteien in Schwalbach haben nun alle Probleme gelöst. In der gestrigen HFA-Sitzung wurden Fakten geschaffen, dass Lärmproblem gibt es doch gar nicht. Der Parkplatz ist nun so genanntes „Mischgebiet“ und kein Wohngebiet. Die Lärmemmissionen liegen damit „unter“ den Grenzwerten und sind für Asylbewerber akzeptabel. Der TC bekommt entsprechende Ausweichparkplätze in der Nähe und der Spielbetrieb ist damit nicht gefährdet. Ein Gespräch mit dem TC und seinen Mitgliedern ist nicht mehr notwendig. Die Mandatsträger und politischen Parteien sind sich ja so einig. So geht gelebte Demokratie in unserer Stadt!

  2. Ist das alles, was uns zu dem Problem Flüchtlinge einfällt? Die Sorge um die Parkplätze? Wie lange wird denn nun schon nach Wohnraum gesucht? Und was ist dabei herausgekommen? Diese beiden Standorte, die immer noch nicht ausreichen. Angebote aus der Bevölkerung? Angebote von den Mitgliedern des Tennisvereins, die Sorge um ihre Parkplätze haben? Und darüber, dass den Flüchtlingen das „Plopp-plopp“ auf den Wecker geht? Es ist immer wieder das gleiche: Wir sind dafür, aber bitte nicht vor unserer Tür. Dem Tennisverein gehen vielleicht einige Parkplätze verloren, den Flüchtlingen ging die Heimat verloren.

  3. Sehr geehrter Herr Schlosser, die Rechnung ist so nicht korrekt. Der TC Schwalbach benötigt laut Stellplatzverordung der Stadt Schwalbach für den Spielbetrieb 44 Parkplätze ( 11 Tennisplätze x 4). An Medenspieltagen und Trainingstagen sind diese Parkplätz in der Regel voll belegt. Zusätzlich werden die Parkplätze noch unberechtigter Weise von Kleingärtnern der Kleingartenanlage genutzt. Ich kann ihnen ja gerne einmal Fotos der Belegung in den letzen Tagen zukommen lassen. Wie die Stadt das Problem mit den Ausweichparkplatz von 572qm lösen will ist mir ein Rätsel.

  4. Anmerkung der Redaktion: Laut städtischem Bauamt werden sämtliche vorhandenen Parkplätze optimiert. Am Ende stehen nach den aktuellen Planungen 27 statt bisher 35 Parkplätze zur Verfügung.

  5. Dem Tennisverein gehen „nur“ acht Parkplätze verloren, wie soll das funktionieren? Die Grundstückgröße des alten Parkplatz beträgt 1000qm und die des Ausgleichparkplatzes 572qm. Da liegt doch ein Rechenfehler vor!

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