4. November 2016

In Schwalbach gibt es Fortschritte bei der Bekämpfung von Diebstählen

Wohnungseinbrüche gemeinsam verhindern

Auch die jährlichen Infostände der Polizei am Marktplatz zeigen langsam Wirkung. Archivfoto: mag

Im vergangenen Jahr gab es in Schwalbach 15 Fälle versuchter Wohnungseinbrüche, nur 13 Wohnungseinbrüche waren im Sinne der Einbrecher erfolgreich. Bei mehr als der Hälfte der Wohnungseinbrüche (53 Prozent) gingen die Einbrecher leer aus. Diese Zahlen waren 2014 sehr viel schlechter: Insgesamt 29-mal wurde „erfolgreich“ in Wohnungen eingebrochen, und nur 13-mal (31 Prozent) blieb es nur beim Versuch.
Der Leiter des Schwalbacher Ordnungsamt Alexander Barth sieht zwei mögliche Ursachen, weshalb die Anzahl der Wohnungseinbrüche zurückging: „Zum einen sichern die Eigentümer ihre Wohnung jetzt besser, zum anderen sind die Nachbarn heute aufmerksamer und achten mehr auf ungewöhnliche Geräusche und Bewegungen in der Nachbarschaft.“
Zu dieser sehr erfreulichen Entwicklung hat seiner Meinung nach die Präventionsarbeit der Polizei und der Präventionsräte beigetragen. Denn jedes Jahr mit Beginn der dunklen Jahreszeit laden sie zu einer Informationsveranstaltung ein. Früher fand diese im Bürgerhaus statt, in den beiden vergangenen Jahren waren die Polizeidirektion Main-Taunus und die Präventionsräte Schwalbach und Main-Taunus-Kreis mit einem Infostand auf dem Schwalbacher Wochenmarkt präsent. Wieder mit dabei war der Experte von der Polizeilichen Beratungsstelle Main-Taunus Thomas Tauber. Er ist der richtige Ansprechpartner für alle, die mehr darüber wissen möchten, wie sie ihre Wohnung sicherer machen können. Interessenten erreichen ihn unter der Telefonnummer 06192/2079-231 und per Mail an thomas.tauber@polizei.hessen.de und können mit ihm einen Termin zur Besichtigung der eigenen Wohnung vereinbaren.
Neben dem Präventionsrat des Kreises gibt es auch in jeder Kommune dieses Gremium, so auch in Schwalbach. Er tagt üblicherweise zweimal im Jahr: Ziel des Präventionsrates ist es, „gemeinsam mit allen gesellschaftlichen und staatlichen Kräften sozial abweichendem Handeln vorzubeugen und Straftaten zu verhindern“.
Ein Projekt, das der Präventionsrat Main-Taunus-Kreis und die Polizeidirektion Main-Taunus in diesem Jahr ins Leben gerufen haben, sind die „Sicherheitsberater für Senioren zur Vermeidung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen. In Schwalbach haben sich Monika Schwarz und Wolfgang Hansen zu Sicherheitsberatern schulen lassen. In einem mehrtägigen Seminar erlangten sie Kenntnisse über ausgewählte, sicherheitsrelevante Themen wie zum Beispiel Enkeltrick, falsche Gewinnversprechen, Betrügereien an der Haustür, Taschen- und Trickdiebstahl. Weitere Themen waren Sicherheit für Senioren im Straßenverkehr, Gefahren im Internet und Opferschutz.
Die Sicherheitsberater können jederzeit angesprochen werden und sind beispielsweise bei der Seniorenweihnachtsfeier am 7. Dezember und beim Seniorenausflug im kommenden Jahr am 16. Mai 2017 mit dabei. red

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