11. Januar 2017

Hela Günther verstarb im betagten Alter von 96 Jahren

Abschied von der Kommandeuse

„Hela“ Günther war die „Grande Dame“ der Schwalbacher Fastnacht. Über 50 Jahre war sie bei den TCC „Pinguinen“ aktiv. Archivfoto: pelo

Nur wenige Tage vor der Vollendung ihres 97. Lebensjahres, verstarb am 2. Januar die Schwalbacherin Helga „Hela“ Günther. Mehr als 60 Jahre gehörte sie dem „TCC Pinguine“ an und war im Verein über fünf Jahrzehnte mit persönlichem Engagement aktiv tätig.

Ihren letzten Bühnenauftritt hatte „Hela“ Günther als 85-jährige zu ihrer persönlichen Ehrung in der Kampagne 2004/05. Mit dem fortschreitenden Alter wurde es still um die engagierte Frau. Seit 2014 war sie in guter Obhut zur Pflege im EVIM-Pflegeheim in Schwalbach. Von Roland und Heidi Böckner hat sie während dieser Zeit liebevolle Betreuung erfahren.
„Hela“ Günther ist gebürtig aus Freistadt in Niederschlesien. Die Vertriebene fand in Schwalbach ihren Mann Walter und ihre neue Wahlheimat. Die Eheleute Günther zählten zu den Pionieren der Limesstadt. Im Frühjahr 1965 zogen sie in ihre Wohnung in der Frankenstraße in die neue Wohnstadt. Beide schlossen sich schon in seinen Anfängen, dem heutigen Tanzsport- und Carnevalclub „Pinguine“ Schwalbach an.
Sie begeisterten mit ihren Auftritten das Publikum bei den Fastnachtssitzungen. „Hela“ Günther wurde 1958 Gardekommandeuse und über viele Jahrzehnte der gute Geist im Verein. Die Fastnachtszeit versetzte sie alljährlich stets in persönliche Hochstimmung. „Alles hat seine bestimmte Zeit“, das war ihr im Alter bewusst. Kurz vor ihrer Goldenen Hochzeit im Jahr 2000 starb Ehemann Walter. Mit ihrem Tod schwindet jetzt ein Stück unverwechselbare Schwalbacher Vereinsgeschichte. pelo

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