22. Februar 2019

Klaus Beeg und Kira Rosenbaum vom WiTechWi-Schülerlabor stellten ihre Arbeit vor

Das Periodensystem der Elemente

Kira Rosenbaum erklärte anschaulich, welche „Geheimnisse in dem Periodensystem der Elemente stecken“. Foto: privat

Am Mittwoch vergangener Woche präsentierte sich das WiTechWi Schülerlabor bei einem Vortragsabend im Hörsaal der Albert-Einstein-Schule (AES).

Seit über fünf Jahren gibt es diese Gruppe, in der Schüler der Albert-Einstein-Schule und Friedrich-Ebert-Schule sich mit Chemie beschäftigen. Unter der fachkundigen Leitung von „Seniorchemiker“ Klaus Beeg werden im Sommer regelmäßige Wasseranalysen im Schwalbacher Naturbad durchgeführt. Im Winter nutzt die Gruppe einen von Apotheker Frederick Modrack in der Pinguin Apotheke zur Verfügung gestellten Raum für Experimente und Weiterbildung in Sachen Chemie. Dabei spielen natürlich Grundlagen der Chemie, wie Atome, Moleküle, Elemente sowie deren systematische Ordnung, verdeutlicht im Periodensystem, eine große Rolle.
Über diese Themen berichtete Klaus Beeg zusammen mit der Schülerin Kira Rosenbaum. Der Chemiker erläuterte Fakten zur Geschichte der Chemie, die Entdeckung erster Elemente schon in der Antike, die Entwicklung der Kenntnisse in der Chemie seit dem Jahre 1700 bis heute am Beispiel einiger herausragender Entdeckungen. Ein wesentlicher Teil dieser Erkenntnisse kulminierten Klaus Beeg zufolge darin, dass sich die meisten Eigenschaften der Bausteine unserer stofflichen Welt systematisch darstellen lassen, wenn man sie in bestimmter Weise in einer Tabelle anordnet. Dieses System wurde 1869 unabhängig von den beiden Chemikern, Mendelejew und Meyer aufgestellt.
Klaus Beeg und Kira Rosenbaum zeigten anhand einiger Entdeckungen aus der Geschichte der Chemie, welche „Geheimnisse“ in dem Periodensystem der Elemente stecken. Elemente bilden miteinander Moleküle, wobei ganz bestimmte Gesetzmäßigkeiten eine Rolle spielen. So verbinden sich den beiden Referenten zufolge die Atome untereinander immer in einem bestimmten Mengenverhältnis. Interessant sei dabei, dass beispielsweise die Atome von Wasserstoff und Sauerstoff normalerweise als Pärchen auftreten und immer zwei Pärchen Wasserstoff mit einem Pärchen Sauerstoff zwei Moleküle Wasser bilden.
Kira Rosenbaum erklärte das so: „Ein Pärchen Wasserstoff ist wie ein Brötchen mit zwei Hälften, ein Pärchen Sauerstoff ist wie ein Pärchen Würste. Daraus entstehen dann zwei Hamburger – jeweils mit zwei Brötchenhälften und einer Wurst dazwischen. So kann man sich einen chemischen Vorgang auch sehr gegenständlich klarmachen.“
Viele Erkenntnisse in der Chemie seien mit Hilfe von Spektroskopie gemacht worden. Auch heute spielen laut den Referenten Spektren noch eine große Rolle in der chemischen Forschung. Klaus Beeg und Kira Rosenbaum erklärten, was ein Spektrum ist und inwieweit man damit bestimmte chemische Elemente erkennen kann. Wenn man Moleküle, die diese Elemente enthalten, mit einer Gasflamme erhitzt, leuchtet diese in einer charakteristischen Farbe. Mit einem Spektroskop kann man dann erkennen, welche Farben des Regenbogens dann dieses spezielle Leuchten eines Elementes erzeugen. Dazu konnte man ein historisches Spektroskop betrachten und nach dem Vortrag wurde alles konkret mit einem Lithiumsalz, einem Bunsenbrenner und einem modernen kleinen Handspektroskop vorgeführt. Jeder der wollte, konnte die rote Flamme mit dem Spektroskop betrachten.
Nach dem Vortrag und den Vorführungen konnten die Teilnehmer nachvollziehen, dass die Jugendlichen des Schülerlabors mit Spaß bei der Sache sind und das Periodensystem hatte für manchen bestimmt auch seinen Schrecken verloren. Der nächste Vortrag findet am 13. März um 19.30 Uhr im Hörsaal der AES statt und wird sich mit neuen Möglichkeiten des Moleküldesigns beschäftigen, wie es auch bei Genmanipulationen verwendet wird. red

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