20. März 2019

Der Buchpreis der Frankfurter Immigrationsbuchmesse ging in diesem Jahr an die DAGS

70 Berichte über Schwalbach

Das Redaktionsteam der Deutsch-Ausländischen Gemeinschaft Schwalbach bekam den „Buchpreis 2019“ der Frankfurter Immigrationsbuchmesse verliehen. Foto: privat

Die Frankfurter Immigrationsbuchmesse würdigte am 10. März das Buch „Zuhause in Schwalbach – Eine Stadt erzählt“ der Deutsch-Ausländischen Gemeinschaft Schwalbach (DAGS) mit dem „Buchpreis 2019“.

Der Preisverleihung im Leopold-Sonnemann-Saal im Historischen Museum in Frankfurt wohnten rund 120 Zuschauer bei. Darunter waren auch Rózsa und Wilfried Hülsemann stellvertretend für das Redaktionsteam der DAGS.
In dem Buch berichten 70 Autoren über ihr Leben in Schwalbach. „So unterschiedlich sind die Berichte und Geschichten in dem Buch, dass man wirklich die ganze Stadt in vielstimmiger Weise plaudern und erzählen hört. Stimmenvielfalt ist die Grundidee des Buches, in dem Deutschstämmige und Immigrierte gleichermaßen zu Wort kommen“, begann Dr. Susanne Konrad, Schriftstellerin und Vorstandsmitglied des Vereins „Frankfurter Immigrationsbuchmesse“ ihre Laudatio.
Der für einen Menschen so wichtige Erfahrungswert, ob man „Alteingesessener“ oder „Zugezogener“ ist, ist ihr zufolge keine Frage der Nationalität oder der ethnischen Herkunft. Es sei eine Frage der gewachsenen oder noch entstehenden Beziehung zum Wohnort. Es sei eine Frage nach der Heimat, der Nicht-Heimat oder der teilweisen Heimat. Es ist laut Susanne Konrad aber auch eine Frage nach Vorurteilen und Verstehen.
In der Urkunde heißt es: „Die Jury kam übereinstimmend zu dem Schluss, Ihr Werk zu würdigen, das sich eindrucksvoll mit den Themen Immigration, Integration, Menschenrechten, Frieden und Völkerverständigung auseinandersetzt. Damit gebührt der Deutsch-Ausländischen Gemeinschaft Schwalbach ein besonderer Dank für Ihr Engagement, für die Bereicherung unserer Kultur mit multikulturellen Einflüssen und für Ihren Anteil an der Integration hier lebender Migranten wie auch für die Förderung des friedlichen Zusammenlebens von Menschen verschiedener Kulturen und Religionen.“
Wilfried Hülsemann bedankte sich im Namen des Redaktionsteams und erinnerte an einige Höhepunkte der Arbeit der DAGS seit über 30 Jahren. Innerhalb dieser Arbeit bot das Schwalbach-Buch eine besonders wirksame und dauerhafte Möglichkeit, der Schwalbacher Bevölkerung die Lebensleistungen der 70 Autoren und ihrer Familien näher zu bringen.
In den letzten Jahren waren Aktive der DAGS in besonders großer Zahl bei der Integration von neuen Flüchtlingen engagiert. Damit wird auch ein Motto des Buches praktisch umgesetzt: „Mit dem Verständnis für das Schicksal des anderen wächst die Kraft zur Lösung gemeinsamer Probleme.“
Das Buch „Zuhause in Schwalbach — eine Stadt erzählt“ ist am einfachsten im Bürgerbüro Schwalbach oder direkt bei der DAGS erhältlich. red

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