31. Juli 2019

Fünf Schilder rund um Schwalbach werben für rücksichtsvolles Verhalten in der Natur

„Zu Gast bei Hofe“

Rainer Mühlenbeck (v.links), Jörg Puritscher, Anette Mühlenbeck und Michael Weil von der Schwalbacher Jagdgenossenschaft stellen die vier Motive der neuen Schilder vor, die nun an fünf Standorten rund um Schwalbach für ein „ rücksichtsvolles Verhalten in der Natur“ werben. Foto: mag

Schwalbach liegt im Grünen und umgeben von Wiesen, Wäldern und Feldern bietet es vielen Menschen Naherholung direkt vor der Haustür. Damit das auch jeder genießen kann wurden nun an fünf gut besuchten Stellen in der Schwalbacher Gemarkung Schilder angebracht, die für rücksichtsvolles Verhalten in der Natur werben.

Die Natur rund um Schwalbach wird gerne wahrgenommen, und so sind von morgens bis abends Spaziergänger, Radler, Jogger und Hundehalter in der stadtnahen Umgebung unterwegs. „Wenn alle Rücksicht nehmen, ist das kein Problem. Wir freuen uns, wenn sich die Leute in der Natur wohlfühlen und erholen“, sagt Michael Weil, stellvertretender Vorsteher der Schwalbacher Jagdgenossenschaft. „Doch wir als Landwirte oder Verpächter landwirtschaftlich genutzter Flächen müssen leider immer wieder feststellen, dass einige Menschen die berechtigten Anliegen der Landwirtschaft nicht respektieren. Hundekot findet man ebenso auf dem Feld wie weggeworfene Flaschen, Scherben oder Müll. Auch wird Gras auf den Wiesen zertreten, das kann dann nur schlecht gemäht werden“
Um dies zu ändern, wurden an fünf gut besuchten Stellen in der Gemarkung Schilder angebracht, die für rücksichtsvolles Verhalten in der Natur werben. Die fünf Standorte sind am Wendehammer am Ende des Sossenheimer Wegs, am Zugang zum Feldweg gegenüber der Einmündung Frankfurter Straße in der Eschborner Straße, in der Straße „Am Sportplatz“, die jetzt „Albert-Richter-Weg“ heißt, neben dem Vereinsheim der Fußballer, Am Kronberger Hang, direkt nach der unteren Zufahrt zu einem Firmenparkplatz, und am Viergötterstein an der Regionalparkroute.
Unter dem Motto „Zu Gast bei Hofe“ thematisieren die Schilder die vier häufigsten Ärgernisse der Landwirtschaft. Ein Appell richtet sich an die Hundehalter: Sie werden dringend gebeten, den Lebensraum der Wildtiere zu achten und Hundekot von den Feldern fernzuhalten. Auch „Beute“ für sie sollte nicht in Wiesen und Felder geworfen werden, weil nicht zurückgebrachte Stöckchen oder anderes landwirtschaftliche Geräte zerstören können.
Weiteres Thema ist der Müll, der gerne mal auf Feldern entsorgt wird. Er kann in das Futter der Tiere geraten und beschädigt die teuren Maschinen. Drittens werden Spaziergänger gebeten, auf den Wegen zu bleiben und – viertens – dem landwirtschaftlichen Verkehr dort Vorfahrt einzuräumen.
Die fünf Schilder (ein Motiv wird zwei Mal verwendet) wurden in Zusammenarbeit des Ordnungsamtes im Rathaus mit der Schwalbacher Jagdgenossenschaft aufgestellt. Unter dieser Organisation sind die Eigentümer von Flächen außerhalb des bebauten Stadtgebiets zu verstehen, die jagdlich genutzt werden können. Sie treffen sich einmal im Jahr zu einer Versammlung, der Bürgermeisterin Christiane Augsburger vorsteht, da sie die Stadt als Grundstückseigentümer vertritt. Christiane Augsburger unterstützt die Schwalbacher Jagdgenossenschaft und wirbt ebenfalls für ihr Anliegen: „Wer Lebensmittel aus der Region einkauft, kauft auch Lebensmittel der Saison und handelt somit umwelt- und klimafreundlich. Darüber hinaus weiß man, woher die Lebensmittel kommen. Damit die Landwirte unsere Lebensmittel in hoher Qualität erzeugen können, sollten wir uns an die Regeln halten und die Felder von Hundekot und Müll frei halten.“
Nach Angaben des Amtes für den ländlichen Raum des Hochtaunus-Kreises (HTK), das auch für den Main-Taunus-Kreis zuständig ist, deckt die Landwirtschaft den Bedarf der rund 1,6 Millionen Einwohner (Frankfurt, Offenbach, Kreis Offenbach, HTK, MTK) zu elf Prozent. Produkte aus der Region für die Region seien damit schon heute Mangelware. Gegenseitiges Verständnis und ein wenig Voraussicht erlaube es dagegen allen, sich in der Kulturlandschaft gemeinsam zu bewegen, so das Amt in einer Veröffentlichung. red

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