19. November 2019

Leserbrief

„Feuerwehr und Bauhof gehören dort nicht hin“

Zur Diskussion um einen möglichen Neubau von Feuerwehr und Bauhof in der Berliner Straße erreichte die Redaktion nachfolgender offener Brief der Anwohnerinitiative der betroffenen Anwohner. Leserbriefe und offene Briefe geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen vor. Wenn auch Sie einen Leserbrief veröffentlichen möchten, senden Sie ihn unter Angabe Ihrer vollständigen Adresse und einer Rückruf-Telefonnummer (beides nicht zur Veröffentlichung) an info@schwalbacher-zeitung.de.

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, wenn das alte Gerätehaus wirklich ausgedient hat soll die Feuerwehr den besten und angemessenen Standort in Kooperation, der Gedanke ist gut, mit Bauhof und die beste Ausrüstung haben.
Aber warum wollen Sie ausgerechnet die Feuerwehr mitten in unser Wohngebiet zum Bauhof verlegen. Seit Monaten verfolgen Sie dieses Ziel mit Überrumpelungstaktik und auch holprig über parlamentarischen Hürden und Gepflogenheiten hinweg. Warum halten Sie unbedingt daran fest, wenn es bessere, zentralere, kostengünstigere, sogar mit direkter Schnellstraßenanbindung für Feuerwehr und Bauhof zusammen gibt, mit schnelleren Hilfsfristen, ohne direkte Anwohnerschaft, ohne sonstige Verkehrs-, Lärm- und Abgasprobleme zu haben. Selbst Grünabfälle und Elektromüll könnten dort verbleiben.
Alle Pläne und bisherige Überlegungen könnten erhalten bleiben, übernommen werden. Die jetzigen Bauhofgebäude sollen ja ohnehin abgerissen werden, dann kann man beides zusammen auch an anderer Stelle entstehen lassen.Und 9.000 Quadratmeter wertvoller Natur-, Gras- und Baumlandschaft, zum Teil Biotop,Flora und Fauna, die sich, vermutlich durch besondere Bedingungen in dem kleinen letzten Teilstück des Kronthals mit dem Sauerbornsbach und dem vor Jahren vom Verschönerungsverein angelegten Weiher erhalten haben, würden nicht zerstört.
Feuerwehr und Bauhof gehören einfach nicht dort hin, sondern in ein separates, peripheres Gelände, das bestätigt jeder der die Region kennt. Selbst der Bauhof sollte vor Jahren wegverlegt werden.
Und was die Verkehrssituation und Zulassung am jetzigen Standort betrifft wird es sowieso wahrscheinlich schwierig durch zu schmale Zufahrtswege, zu schmale bis gar keine Bürgersteige, Lärm- und Abgasbelastung im Talbereich zum Weiher. Ausserdem würden sich bei Feuerwehreinsätzen Anwohner-Verkehr, Müllabfuhr, Bauhoffahrzeuge und LKWs, den normalen Straßenverkehr, Fahrgäste von zwei Bushaltestellen in der Berliner Straße auf der Höhe der Einfahrt tummeln und chaotische Situationen die Verkehrsdichte betreffend abspielen. Das wäre unverantwortlich Fussgängern, Radfahrern und Schulkindern gegenüber.
Was muss erst passieren, bis Sie bereit sind, sich für Alternativen zu interessieren und anzuschauen? Geben Sie sich und Ihrer Projektgruppe einen Ruck, die Feuerwehr hätte einen besseren Platz verdient, und Sie würden dafür gefeiert.

Werner Hupfeld und Anwohnerinitiative,
Schwalbach

2 Gedanken zu „„Feuerwehr und Bauhof gehören dort nicht hin“

  1. Bei Ausgaben von ca. 30 Mio. € ist es doch wohl vernünftig, kaufmännisch geboten und für die Kommunen auch gesetzlich vorgeschrieben Alternativprüfungen vorzunehmen. Bisher hat der Magistrat sich ausschließlich auf das Gelände am Bauhof. Dass Alternativplätze außerhalb der Wohngebiete, z. B. Kronberger Hang, Eschborner Str.. Conti-Parkplatz -mit ergänzter Straßenführung- kostengünstiger, effizienter für die Feuerwehr und Lärmbelästigung sowie Geruchsemissionen für die Wohngebiete besser ist, liegt auf der Hand. Es ist Aufgabe des Magistrat diese Alternativprüfungen durchzuführen, sich nicht nur auf einen möglichen Ort einzuschränken und diese Gelände zu einem wesentlich überhöhten Preis zu kaufen.

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