11. Februar 2020

Schwalbacher Sozialdemokraten möchten in Schwalbach ein Familienzentrum realisieren

Menschen zusammenbringen

SPD-Bürgermeisterkandidat Alexander Immisch (Mitte) sprach mit dem Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende über das Thema „Familienzentrum“. Foto: SPD

Zum Thema „Familienzentrum“ haben der Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende und der SPD-Bürgermeisterkandidat Alexander Immisch vor über 40 Besuchern Auskunft gegeben.

Gert-Uwe Mende stellte das Wiesbadener Modell der Kinder-Eltern-Zentren (KIEZ), die in den verschiedenen Stadtteilen arbeiten, vor. Dabei handelt es sich um Anlaufstellen für Mütter und Familien mit Kindern im Alter von null bis zehn Jahren. Wichtig ist dabei die Vernetzung mit zahlreichen anderen Institutionen wie Schulen, Kitas und Vereinen. Zu den Angeboten der Kinder-Eltern-Zentren gehören auch Ferien- und Freizeitaktivitäten.
Anschließend erläuterte Bürgermeisterkandidat Alexander Immisch seine Vorstellungen für ein Familienzentrum. Über allem steht für ihn, dass ein solches Zentrum Menschen einen Raum gibt, um zusammen zu kommen, sich zu treffen und miteinander auszutauschen. Das Angebot gilt für Familien mit Kindern, aber auch für Senioren und alle, die die Gemeinschaft mit anderen suchen. Ein wichtiges Anliegen ist ihm dabei, der Vereinsamung von Menschen, die ohne familiären Anschluss sind, zu begegnen.
Ein solches Zentrum kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Vernetzung mit anderen Institutionen gesichert ist. Denkbar sei, so führte er weiter aus, dass durch die Vernetzung und die Bündelung von Expertenwissen mit der Zeit diese Anlaufstelle zu einem Kompetenz-Zentrum wird. Bürger hätten damit auch die Möglichkeit sich bei alltäglichen Fragen, wie beispielsweise dem Ausfüllen von Formularen, Hilfe und Unterstützung zu holen. Denkbar seien für ihn auch weitere Angebote, wie Sprachkurse und Seniorenkaffee-Nachmittage.
Bei seinen zahlreichen Hausbesuchen hat er in Gesprächen mitbekommen, dass Menschen häufig ihre Nachbarn kaum kennen und somit auch keine Kommunikation stattfindet. Dem möchte er durch Förderung und Unterstützung von Nachbarschafts- und Straßenfesten begegnen, denn eine Stadt lebt auch durch eine lebendige Gemeinschaft. Dadurch könne der Vereinsamung mit all ihren negativen Folgen entgegengewirkt werden.
Pfarrerin Christine Gengenbach von der Evangelischen Limesgemeinde berichtete von den vielen Angeboten, die die Gemeinde in ihren Räumlichkeiten heute schon anbietet. Das sind z.B. der Kindergarten, viele Selbsthilfegruppen, der Offene Internationale Spielkreis für Eltern und Kinder, Konzerte und einmal im Monat ein gemeinsames Mittagessen. Daneben stellt die Gemeinde ihre Räumlichkeiten auch für Kindergeburtstage zur Verfügung. Es war beeindruckend zu hören, welche Aktivitäten die Gemeinde bereithält.
In der anschließenden sehr lebhaften Frage- und Diskussionsrunde wurden Fragen beantwortet und Ideen entwickelt. red

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