23. März 2020

Kreis richtet Rettungswache für Corona-Einsätze im Hattersheimer „Kastengrund“ ein

Stützpunkt für „Infektionswache“

Der Main-Taunus-Kreis hat auf seinem Gelände „Kastengrund“ in Hattersheim eine so genannte Infektionswache eingerichtet. Foto: MTK

Zur Vorbereitung auf größere Herausforderungen durch das Coronavirus hat der Main-Taunus-Kreis auf seinem Gelände „Kastengrund“ in Hattersheim eine so genannte „Infektionswache“ eingerichtet. Landrat Michael Cyriax zufolge sollen von dort Fahrzeuge speziell zu Einsätzen ausrücken, die mit Corona in Zusammenhang stehen.

„So entlasten wir die Rettungswachen in Kommunen und verhindern, dass das Virus nach Einsätzen dorthin verschleppt werden könnte“, meint der Landrat. Einsätze werden den Angaben zufolge auch weiterhin über die Zentrale Leitstelle der Rettungsdienste des Kreises koordiniert, die in Hofheim stationiert ist. Wird aber ein Wagen zu einem Einsatz zu einem tatsächlichen oder mutmaßlichen Corona-Patienten gerufen, wird das Fahrzeug aus dem „Kastengrund“ in Marsch gesetzt. Von dort aus werden auch Fahrzeuge ausrücken, wenn geplante Krankentransporte von Corona-Patienten nötig sind.
Der Vorteil des separaten Standorts liegt nach Angaben des Kreises in der Desinfektion. Nach jeder Fahrt muss ein Rettungs- oder Krankentransportwagen aufwändig desinfiziert werden; das kann sich über eineinhalb Stunden hinziehen. Von dieser Arbeit würden die Wachen durch den neuen Standort entlastet, so Michael Cyriax.
Derzeit sei die Infektionswache mit einem Rettungswagen im Tagdienst ausgestattet. Wenn sich die Corona-Einsatzzahlen ausweiten, könne die Wache um Krankentransportwagen und weitere Rettungswagen aufgestockt werden und rund um die Uhr arbeiten.
Michael Cyriax würdigt das Engagement der Einsatzkräfte in den Rettungsdiensten: Bei jedem Einsatz liefen sie Gefahr, infiziert zu werden, auch wenn sie sich bestmöglich schützen würden. „Das sind, zusammen mit Ärzten und Pflegekräften in den Krankenhäusern, unsere Helden des Alltags“, fasste Michael Cyriax zusammen. In der Corona-Lage den Rettungsdienst und die übrige medizinische Versorgung aufrechtzuerhalten, sei „eine ganz zentrale Aufgabe des Staates“.
Aktuell habe der Rettungsdienst die Lage im Griff, so der Landrat. Das zuständige Amt für Brandschutz und Rettungswesen habe intern seine Arbeit umorganisiert, um auf eine gravierende Lage vorbereitet zu sein. „Dieser Bereich ist von existenzieller Bedeutung für das Krisenmanagement“, erklärt Michael Cyriax. Den wichtigsten Beitrag aber könne derzeit jeder Einzelne leisten: Indem er Sozialkontakte vermeide und Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen und körperlichen Abstand beachte.
Informationen zu Corona im MTK gibt es auch über die MTK App, die auch Push-Nachrichten zu aktuellen Entwicklungen versendet. red

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