8. Mai 2020

Jubiläumswoche wird vielleicht 2021 nachgeholt

Feste müssen entfallen

Am 9. Mai 1970 erhielt der damalige Bürgermeister Hugo Lietzow (rechts) die Urkunde mit den Stadtrechten. Das sollte eigentlich genau 50 Jahre später noch einmal gefeiert werden. Foto: Archiv

In diesen Tagen sollte die Festwoche zum 50. Jahrestag der Erhebung Schwalbachs zur Stadt steigen. Denn seit 9. Mai 1970 darf sich die ehemalige Gemeinde Schwalbach am Taunus „Stadt“ nennen. Doch wegen der Corona-Pandemie musste die Stadt auch die beiden Veranstaltung an diesem Wochenende absagen. Bericht mit Video

Bürgermeisterin Christiane Augsburger: „Aufgrund der Corona-Pandemie mussten wir seit März alle Veranstaltungen streichen. Das gilt auch für die beiden großen Feste der Jubiläumswoche. Ich würde mich freuen, wenn das alles nachgeholt werden kann, 2021, im Jahr „50 + 1“ der Stadterhebung“.
Für heute Abend war ein öffentlicher Empfang des Magistrates geplant. Für den Festvortrag konnte die Frankfurter Soziologin Prof. Dr. Marianne Rodenstein gewonnen werden. Am morgigen Samstag sollte eine 70er-Jahre-Fete im Bürgerhaus steigen mit den „Sosedis“ und dem Schwalbacher DJ Olaf Karg. Und auch das erstmals in Schwalbach angedachte „Fête de la Musique“, mit feststehendem Termin zum Sommeranfang am 21. Juni, muss gestrichen werden.

 

Ausgefallen ist auch das Streckenfest zum Radrennen am 1. Mai in der Sulzbacher Straße, das erstmals größer gefeiert werden sollte. Schon im März fiel dem Virus ein Vortrag mit Bildern unter dem Motto „100 Jahre Schwalbach am Taunus – 1920 bis 2020“ zum Opfer und im April ein geplantes Erzählcafé mit Zeitzeugen rund um den Bau der Wohnstadt Limes und die Stadterhebung.
Als einzige der geplanten Veranstaltungen konnte bisher die Eröffnung der Ausstellung „Vom Dorf zur Stadt“ am 28. Februar verwirklicht werden. Schon wenige Tage später musste der Ausstellungsraum im Bürgerhaus aber aus bekannten Gründen geschlossen werden. Nun sollen die 20 Ausstellungsposter der interessierten Öffentlichkeit online bereitgestellt werden.
Christiane Augsburger: „Zum Glück hatten Stadtverwaltung und Stadtarchiv schon vergangenes Jahr begonnen, das Stadtrecht-Jubiläum zu begehen.“ Ein Aufsatz im Jahrbuch des Main-Taunus-Kreises 2020 von Dr. Sebastian Farnung bildete den Auftakt. Eine Postkarte mit Luftbild und Jubiläumslogo wurde an alle Schwalbacher Haushalte verteilt und liegt bis heute im Rathaus und im Bürgerbüro zur Mitnahme aus. Eine Jubiläumsbriefmarke wurde kreiert und 5.000 Exemplare davon fanden entweder im Bürgerbüro reißenden Absatz oder wurden, zum kleineren Teil, im Rathaus für „Festpost“ verwendet. red

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