17. Juni 2020

79-Jährige wurde mit dem „Enkeltrick“ überrumpelt

Betrüger ergaunern 70.000 Euro

Um einen fünfstelligen Betrag wurde gestern Mittag eine 79-jährige Schwalbacherin mit dem sogenannten „Enkeltrick“ betrogen.

Bereits am Vormittag erhielt die Frau einen Anruft ihrer vermeintlichen Enkelin, die angab aufgrund eines Wohnungskaufs dringend Bargeld zu benötigen. Die Anruferin setzte die Seniorin derart unter Druck, dass die Frau zu ihrer Bank ging und 70.000 Euro von ihrem Konto abhob. Das Geld übergab sie kurz darauf in der Friedrich-Ebert-Straße einem angeblichen Kurier des Amtsgerichtes. Erst nach der Übergabe des Geldes flog der Betrug auf.
Der Abholer wurde von der 79-Jährigen als circa 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß, südländisch aussehend, mit schmaler Figur, kurzen, schwarzen Haaren und einem Oberlippenbart, bekleidet mit einem dunklen Hemd und einer dunklen Hose beschrieben.
In diesem Zusammenhang weist die Polizei daraufhin, dass regelmäßig solche oder ähnliche Straftaten zum Nachteil meist älterer Menschen verübt oder versucht werden und in Einzelfällen auch mit einem erheblichen Schaden wie im vorliegenden Fall ausgehen. Die Anrufer geben sich als Verwandte, ehemalige Arbeitskollegen oder Schulfreunde aus und erreichen durch geschickte Gesprächsführung, dass die Geschädigten ihnen Glauben schenken. Gerade die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen wird dabei auf äußerst niederträchtige Art und Weise ausgenutzt.
Die Polizei appelliert daher immer wieder an die älteren Mitbürger, bei solchen Anrufen äußerst misstrauisch zu reagieren und sich nicht zu übereilten Geldübergaben überreden zu lassen. Im Zweifel sollte die Polizei verständigt werden. Vor allem sollte eine Rückversicherung bei den tatsächlichen Verwandten, Freunden oder Arbeitskollegen erfolgen. „Diese haben für die Nachfrage sicherlich Verständnis“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. red

 

11 Gedanken zu „Betrüger ergaunern 70.000 Euro

  1. Ich möchte mal wissen, welche Bank so leichtsinnig mit dem Geld ihrer Kunden umgeht,
    vielleicht bekommt man bei der Bank auch Geld ausgezahlt wenn man gar kein Konto bei ihr hat.

  2. Wenn eine Frau so viel Geld auf dem Konto hat, und ein Bankangestellter diese Summe so ohne weiteres auszahlt, sollte man die Bank haftbar machen. Armes Deutschland, was ist aus dir geworden?

  3. Sollte man nicht auch mal die Banken ein wenig in die Pflicht nehmen,das sie mal hinterfragen warum ältere Kunden plötzlich solche Summen in bar abheben???

  4. ich verstehe immer noch nicht, das der trick noch immer klappt. was mich aber am meisten wundert, wie so wie gestern die Dame so schnell an die 70000.- euro gekommen ist? wenn sie heute egal bei welcher bank schon 5ooo.- euro abholen wollen, muessen sie diese summe vorher anmelden um überhaupt an das Geld zu kommen. deswegen bin ich sehr überrascht das das bei 70.000 euro so schnell klappt.das eigentlich zweite Problem sind die banken selbst, durch ständige Personaleinsparungen und häufigen wechseln des personal sind die kunden nur noch eine nummer. es gibt sogut wie keine persönliche ansprache. als man die kunden noch kannte wie in frueheren jahren, könnten solche tricks kaum noch möglich sein, denn ein guter Bankkaufmann hätte mal zumindest nachgefragt was und wie.aber heute interessiert es niemanden mehr.bestes beispiel wahrscheinliche schliessung der Volksbank am brater. wen interessieren schon die alten leute. von hier aus trotzdem meinen besten dank an frau schwarz und Herrn Rothaus für ihr einsetzen in sache bank

  5. Kann man so einfach, mir nichts dir nichts, 70000Eur von der Bank abheben, ohne ,daß des Bankangestellte mißtrauisch wird? zumal es sich um eine 79jährige Frau handelt? Unverständlich.
    Sorry.

  6. in solchen Fällen sind ja bekanntlich die Bankangestellten angewiesen, den Kunden durch Fragen zu helfen, solche Taten zu verhindern. Das war in diesem Fall nicht geschehen. Warum?

  7. Der „Enkeltrick“ ist seit vielen Jahren bekannt, aber ältere Menschen kommen nicht darauf, dass es auch sie treffen könnte. Ich sehe eine Mitverantwortung bei den Angestellten der jeweiligen Sparkassen/Banken, denen es auffallen müßte, dass von einem älteren Menschen plötzlich eine derart hohe Summe abgehoben wird.
    Vor Jahren habe ich mal einen wesentlich kleineren Betrag abgehoben, woraufhin ich von dem Bankangestellten einfühlsam gefragt wurde, ob der evtl. für die Enkel bestimmt sei, was nicht der Fall war. Trotzdem fand ich es gut, dass der Angestellte hellhörig geworden ist und sensibel nachgefasst hat.So müsste man auf Banken/Sparkassen grundsätzlich verfahren, damit drohender Betrug rechtzeitig erkannt wird.

  8. Welche Bank zahlt denn 70.000 Euro sofort aus und fragt nicht mal nach dem Grund ? ! Für mich trägt die Bank eine Mitschuld. Auch den Mitarbeitern dort sollte diese Vorgehensweise bekannt sein. Oftmals haben die älteren Mitmenschen kaum oder gar keinen Kontakt zu ihren Verwandten bzw. Angehörigen, handeln im guten Glauben und wollen den Angehörigen nur aus der vermeintlichen „Notsituation“ helfen. Wie tief ist die Menschheit gesunken um zu solchen Mitteln zu greifen. Ich hoffe nur das diejenigen ihre gerechte Strafe noch erhalten werden. Kümmert euch bitte einfach mehr um eure älteren Angehörigen und klärt sie immer wieder auf damit sowas nicht in der eigenen Familie passiert.

  9. Ich denke, hier hätte die Bank auch eindeutig aufmerksamer sein müssen und den Grund der hohen Auszahlung hinterfragen sollen. So hätte das Ganze vielleicht ein gutes Ende genommen.

  10. Die Bank hätte sich denken können, das eine 79 jährige Frau kein Bargeld in der Höhe abheben und damit auf die Straße gehen kann. Enkeltricks kennt auch die Bank. Hat man schon häufig in der Zeitung gelesen. Solche Summen überweist man, wenn alles geklärt ist.

  11. Ich kann gar nicht sagen, wie wütend ich über solche Verbrechen werde. Warum können wir „Jungen“ nicht unseren Älteren diese Gefahr nahebringen? Wir könnten viel dazu beitragen, das solche Verbrecher weniger „erfolgreich“ sind.

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