4. März 2021

Über dem Durchschnitt

Schwalbach ist bei der 7-Tages-Inzidenz wieder Schlusslicht im Main-Taunus-Kreis.Nachdem die Zahl der Neuinfektionen bezogen auf 100.000 Einwohner Mitte Februar bereits auf 39 gesunken war, ist sie heute wieder auf 98 gestiegen. Das ist derzeit der höchste Wert im Main-Taunus-Kreis, der im Durchschnitt bei 50 liegt. Grund für die hohe Inzidenz sind allein fünf neue Fälle, die seit gestern bekannt wurden. Einer davon betrifft wieder die evangelische Kita Mittendrin, wo es dieses Mal eine Erzieherin erwischt hat, die am vergangenen Freitag zum letzten Mal in der Einrichtung gearbeitet hat. Anfang der Woche war bereits ein Kind aus der Kita positiv auf Sars-Cov2 getestet worden.

Insgesamt sind zurzeit 27 Schwalbacherinnen und Schwalbacher mit dem Coronavirus infiziert. Wie viele davon Krankheitssymptome haben, ist nicht bekannt. Seit Beginn der Pandemie hat es in Schwalbach 445 Fälle gegeben. Das sind fast drei Prozent der Bevölkerung. MS

2 Gedanken zu „Über dem Durchschnitt

  1. Na großartig! Schwalbach ist – mit signifikantem Abstand – wieder Spitze im Kreis! Wann endlich erfahren wir mal wo lokal, im Ort, die „Hotspots“ liegen? Vermutlich im Bereich „Limesstadt“ und nicht im „alten“ Ortskern. Man könnte ja dann zur eigenen Risikominimierung die Geschäfte im Limeszentrum für einige Zeit meiden. Damit wird niemand stigmatisiert.
    Wozu also die Geheimhaltung mit den lokalen Schwerpunkten der Infizierten?

  2. Vor einem Jahr ging die Pandemie los und wir mussten damals vorsichtshalber davon ausgehen, dass die Erkrankungen sich explosionsartig ausbreiten und entsprechend Maßnahmen ergreifen.
    Heute können wir auf die realen Fallzahlen dieses Jahres zurückschauen.
    Da nackte Zahlen schwer zu begreifen sind, habe ich für mich einen bildlichen Vergleich erstellt.
    Wir haben 83 Millionen Einwohner in Deutschland. Davon sind 70000 an oder mit Corona verstorben.
    Jeder kennt einen Tennisplatz und hat ein Gefühl für die Größe. Das Feld (für das Einzel) ist 8,23m breit, also fast 8,3m=830cm. Wenn wir diese 830cm gleichsetzen mit 83 Millionen Einwohner entsprechen die 70000 Verstorbenen einer Breite von 0,7cm = 7mm. Also die Breite meines kleinen Fingernagels. In der gesamten Zeit waren 2,5 Mio. Einwohner positiv getestet, entspricht 25cm vom Tennisplatz. Davon sind 2,3 Mio. genesen, entspricht 23cm vom Tennisplatz. Rund 130.000 sind tagesaktuell positiv gemeldet, enspricht 1,3cm vom Tennisplatz. Darf man es als frohe Botschaft interpretieren, dass die weitaus Meisten genesen sind? Trotz ohne Impfstoffe sind 23cm von 25cm (einer Tennisplatzbreite) wieder genesen. Könnte es sein, dass die Natur uns doch mit einem guten Abwehrsystem ausgestattet hat? Ist das nicht ein Grund zur Hoffnung, dass wir im Kampf gegen Corona doch besser gewappnet sind, als wir vor einem Jahr wussten? Im letzten Jahr wurden Bundesweit 20 Krankenhäuser geschlossen (u.a. Ingelheim; dieses Jahr werden es wohl 30). Auch wurden im September 8500 Intensivbeatmungsgeräte (Hersteller Fa. Dräger) wieder durch die Bundesregierung abbestellt. Hätten von den 70000 Verstorbenen welche überleben können, wenn diese Mittel vorhanden gewesen wären?

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