17. März 2021

Anstieg setzt sich fort

Die Corona-Fallzahlen sind weiter angestiegen. In Schwalbach liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 137 weiter deutlich über dem Wert von 100, an dem eigentlich die „Notbremse“ bei den Öffnungen in Kraft treten soll.

Seit gestern hat es in Schwalbach erneut vier neue positive Tests gegeben. Damit sind aktuell 45 Schwalbacherinnen und Schwalbacher infiziert. Wie viele von ihnen Krankheitssymptome haben, hat das Gesundheitsamt nicht mitgeteilt. Die Gesamtzahl der Fälle stieg auf 476. Falls im Laufe dieser Woche weitere 20 Fälle hinzukommen, könnte Schwalbach wieder eine Inzidenz von 200 erreichen, bei der nächtliche Ausgangsbeschränkungen drohen.

Kreisweit liegt die 7-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 81, neun Punkte mehr als gestern. Insgesamt gibt es im Kreis zurzeit 364 Fälle. Seit gestern kamen 47 Neuinfektionen hinzu. Das Gesundheitsamt meldet zahlreiche Fälle aus Kindergärten und Schulen. Auch die Situation in den beiden Krankenhäusern in Bad Soden und Hofheim hat sich wieder verschärft. Dort liegen zurzeit 19 Patientinnen und Patienten mit Covid19, von denen acht beatmet werden müssen. red

 

3 Gedanken zu „Anstieg setzt sich fort

  1. Sehr geehrter Herr Schlosser, vielen Dank für die Fakten. Bedeuten diese absoluten Zahlen, dass das Gesundheitssytem in unserem Kreis am Limit ist? Am Höhepunkt der zweiten Welle wurde das Krankenhaus Ingelheim geschlossen. Also zu einem Zeitpunkt, wo man erwarten könnte, dass Beatmungsplätze vorgehalten werden sollten. Ab heute steht das Inventar vom Krankenhaus Ingelheim zur Ersteigerung online jedem zur Verfügung. U.a. 10 sehr gute Intensiv-Beatmungsgeräte der Marke Hamilton Typ C3, Baujahr April 2020, zum Viertel des Neupreises kann man dabei sein.
    Ich wär dankbar, wenn mir jemand die Brücke schlagen könnte, zwischen medial vermittelter Not an Ressourcen in unserem Gesundheitssystem und dieser Krankenhausauflösung, als einer logischen Krisenabwehrhandlung.
    https://ivg.auction/#/position/Langzeitbeatmungsgeraet_HAMILTON/3372/179193/

  2. Faktencheck: Nach Angaben des Gesundheitsamtes wurden in den beiden Kliniken im Main-Taunus-Kreis am Mittwoch 19 Patientinnen und Patienten stationär behandelt, von denen acht beatmet werden müssen. Am 25. Februar waren es sechs Patienten, von denen keiner beatmet werden musste. Das war der niedrigste Wert in diesem Jahr. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle Ende Dezember/Anfang Januar waren es 30 bis 35 Patienten, von denen bis zu zehn beatmet werden mussten. Das heißt, die Zahl der stationären Fälle ist im Moment zwar noch deutlich geringer als Anfang Januar, die Zahl der Patienten, die beatmet werden müssen, liegt aber bereits wieder im Bereich der damaligen Höchststände.

  3. Hat sich die Situation in unseren Krankenhäusern so verschärft, dass die Stationen allein durch Covid19 am Limit sind? Das wäre dann eine sehr auffällige lokale Besonderheit gegen den Trend in Hessen, wo nach heutigem Stand nur 13% aller vorhandenen Intensivbetten mit Covid19 belegt sind (Quelle: DIVI). Es wäre spannend zu wissen, ob die prozentuale Auslastung in unserem Kreis identisch ist zu Hessen. Bezogen auf Hessen ist unser Gesundheitssystem wohl nicht durch Covid19 ursächlich am Limit, eher durch die stets zu dünne Personaldecke und die Schließung von Krankenhäusern (20 letztes Jahr, u.a. Ingelheim)
    Die Ursache für die Inzidenz-Steigerung kann sein: a) Eine neue Virus-Variante b) die deutlich erhöhte Anzahl durchgeführter (Schnell-)Tests, womit sich auch falsch-positive Testergebnisse erhöhen, oder die Getesteten keine bis milde Symptome ausbilden. Wie unterscheiden, ob a) oder b) die Ursache ist?
    Der Gesundheitszustand der positiv Getesteten muss genauer erfasst und veröffentlicht werden.
    Steigt fast nur die Zahl der leicht Erkrankten und Gesunden, ist wohl die Testausweitung verantwortlich für die wachsende Inzidenz. Wir sollten es uns wert sein, die Inzidenz richtig zu erheben, denn die (Langzeit-)Maßnahmen die daraus bei hohen Werten abgeleitet werden, verursachen auch heftige Nebenwirkungen.

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