25. August 2021

Nach wie vor nur wenige Photovoltaikanlagen in Schwalbach

„Möglichkeiten bleiben ungenutzt“

Schwalbach hinkt den Grünen zufolge bei der Erzeugung von umweltfreundlichem Solarstrom „deutlich hinterher“. Weit über 90 Prozent der in Frage kommenden Dächer seien noch ungenutzt und die Gesamtbilanz liege mit nur 91 Watt installierter Solarleistung je Einwohner deutlich unter dem Durchschnitt.

Das hängt laut der Ökopartei auch mit der in den vergangenen Jahren von SPD und CDU dominierten zögerlichen Stadtpolitik zusammen. Die auf Drängen der Grünen bereits für das Frühjahr 2020 vorgesehene Photovoltaikanlage auf dem Dach des Rat- und Bürgerhauses ist immer noch nicht installiert und auch die Dächer der Schwimmbadgebäude sind immer noch ungenutzt. Nach Angaben von Bürgermeister Alexander Immisch soll sich das allerdings bis zum Jahresende ändern.

„Die mittlerweile selbstverständliche Forderung, dass auf allen geeigneten städtischen Gebäuden und Freiflächen Photovoltaik-Anlagen installiert werden sollen, wurde noch kurz vor der Sommerpause von CDU und SPD abgelehnt. Und es passt leider ins Bild, dass ein einstimmig beschlossener Prüfantrag der Grünen aus dem Jahr 2017, welche städtischen Gebäude für die Installation einer Photovoltaikanlage in Betracht kommen, mit mehrjähriger Verzögerung erst jetzt beantwortet worden ist“, meint Arnold Bernhardt von den Schwalbacher Grünen.

In einem Magistratsbericht wurde gemäß der Ökopartei nun festgestellt, dass zum Beispiel auf dem Dach des Wohnhauses Ringstraße 22 ohne weiteres eine Solarstromanlage errichtet werden kann, ebenso wie auf dem Wasserwerk „Am Erlenborn“, dem Sportlerheim am Albert-Richter-Weg oder der neuen Tribüne am Limesstadion. Hinsichtlich der historischen Gebäude in der Altstadt sei auch nach vier Jahren leider immer noch keine Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde erfolgt. „Höchste Zeit, dass dies nun nachgeholt wird“, sagt Arnold Bernhardt.

Die Grünen sehen sich durch die späte Antwort auf ihren Prüfantrag aus dem Jahr 2017 darin bestätigt, dass auch in der unmittelbaren Verantwortung der Stadt zahlreiche Möglichkeiten zur Solarstromerzeugung noch ungenutzt sind. Sie wollen daran festhalten, dass auf jedes städtische Gebäude eine Photovoltaikanlage gehört und sie wollen im parlamentarischen Betrieb darauf drängen, dass dies nicht nur „zum Thema gemacht“, sondern auch umgesetzt wird. red

Ein Gedanke zu „„Möglichkeiten bleiben ungenutzt“

  1. Wie wäre es denn, wenn die Stadt Solaranlagen fördern würde. Das machen andere Städte seit Jahren sehr erfolgreich. Z.B. könnte man auch sogn. Balkonsolaranlagen fördern, oder je kWh installierter Leistung 200 Euro Zuschuss gewähren. So käme von den Gewerbeeinnahmen auch mal was bei uns Bürgern an.

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