15. November 2021

CJZ und Evangelische Limesgemeinde laden zu einem Vortrag ein

„Die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler“

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (CJZ) und die Evangelische Limesgemeinde laden am Donnerstag, 18. November, um 19.30 Uhr unter strenger Beachtung der 3G-Regeln zu einem Vortrag in den großen Kirchenraum der Limesgemeinde am Ostring 15 einladen.

Prof. Eike Hennig referiert zum Thema „1933: Die Vertreibung jüdischer Wissenschaftler aus der Universität Frankfurt am Beispiel Hermann Hellers“.
Hermann Heller studierte Rechtswissenschaften und habilitierte sich 1919 bei Gustav Radbruch an der Universität Kiel. In der Weimarer Republik profilierte er sich von Anfang an als prinzipieller Verfechter der Demokratie. Hermann Heller hatte bereits als Schüler mit dem „Austromarxismus“ Bekanntschaft gemacht. Er betätigte sich in der Arbeiterbildung und trat in der SPD für den Verzicht auf dogmatische Revolutionsentwürfe ein. Von 1926 bis 1928 war er als Referent am Kaiser-Wilhelm-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Berlin tätig. Nach einer Professur in Berlin (1928) wurde er 1932 zum Ordinarius für „Öffentliches Recht“ an der Universität Frankfurt berufen. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung musste Hermann Heller als Jude die Universität verlassen.
Eike Hennig beschäftigt sich seit längerem schon mit dem in Vergessenheit geratenen Wissenschaftler, der, wie viele andere Wissenschaftler, aus der Universität Frankfurt vertrieben wurde. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen werden per E-Mail an cjz.mtk@gmx.de oder unter der Rufnummer 06196/807978 entgegen genommen. red

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