1. Februar 2022

Schwalbacher Spitzen

Auf dem Weg zur Kinderkrankheit

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

Irgendwie erschreckt man ja doch, wenn man die aktuellen Inzidenzzahlen liest und hört. In Schwalbach liegt der Wert ja mittlerweile bei über 1.800 und wir erinnern uns alle noch an die Zeit, als eine Inzidenz von 35 als katastrophal galt.
Doch Corona ist nicht gleich Corona. Die Situation hat sich seit dem Ausbruch vor zwei Jahren gravierend verändert. Das liegt vor allem an den gut wirksamen Impfstoffen, die die Geimpften sicher vor schweren Verläufen schützen. Praktisch alle Patientinnen und Patienten (94 Prozent) auf den Intensivstationen haben keinen vollständigen Schutz mit drei Impfungen. Da muss man wirklich nicht mehr diskutieren, ob eine Impfung sinnvoll ist.
Ein tieferer Blick auf die vielen Neuansteckungen zeigt ebenfalls, dass sich das Geschehen komplett verlagert hat. Waren es am Anfang vor allem ältere Menschen, die sich das Virus einfingen und dann auch in großer Zahl schwer erkrankten, sind es heute größtenteils Kinder, die sich infizieren. Unter den 5- bis 14-Jährigen liegt die 7-Tage-Inzidenz im Main-Taunus-Kreis bei sagenhaften 3.284. Die meisten haben aber einen milden Verlauf und kaum Symptome.
Covid-19 hat also einen großen Teil seines Schreckens verloren. Natürlich müssen wir weiter wachsam sein, aber trotz der gewaltigen Zahl von Neuansteckungen ist das Schlimmste wohl überstanden.

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