3. Mai 2022

Schwalbacher Spitzen

Alles halb so schlimm

Mathias Schlosser

von Mathias Schlosser

Seit der Krieg in der Ukraine ausgebrochen ist, sind die Spritpreise dramatisch gestiegen. Und auch die Tankstellen in der Sulzbacher Straße und am Westring haben nur noch selten eine Eins vor dem Komma stehen.

Landauf, landab wird daher über die hohen Kosten für das Autofahren gejammert. Bei allem Ärger über die rasant steigenden Preise vergessen jedoch viele, dass die ganze Sache halb so schlimm ist. Wenn der Benzinpreis zum Beispiel um 50 Cent steigt, wird eine Fahrt über 100 Kilometer bei einem durchschnittlichen Auto ganze drei Euro teurer. Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometer sind es also 450 Euro im Jahr.

Das ist so wenig, dass es fast jeder mit seiner Fahrweise auffangen kann. Wer zum Beispiel auf der Autobahn nur 10 bis 20 Stundenkilometer langsamer als üblich fährt, sollte die 450 Euro allein dadurch einsparen können. Ganz zu schweigen von unnötigen Fahrten innerorts oder Kurztrips nach Frankfurt. So lange es noch als völlig normal gilt, mit dem Auto mal schnell ins MTZ oder auf die Zeil zu fahren, scheinen die Benzinpreise noch nicht hoch genug zu sein.

4 Gedanken zu „Alles halb so schlimm

  1. Teil des Entlastungspaketes der Bundesregierung ist das 9-Euro-Ticket. Für Juni, Juli und August 2022, kann ein Ticket zum Preis von 9 Euro pro Monat erstanden werden. Das Ticket gilt im ÖPNV/Regionalverkehr. Ein erster Ansatz, um Geld und Energie einzusparen.

  2. @ Jens: Das will ich gar nicht probieren. Ich nehme das Fahrrad um ins MTZ zu kommen. Ist billiger und schneller. Und wenn Sie zu viert fahren, sieht es für das Auto ja auch schon wieder anders aus.

  3. Alles halb so schlimm…sprach der Frosch im Kochtopf als das Wasser wieder nur 2 Grad wärmer wurde 😉
    Richtig, durch meinen persönlichen Lebenswandel kann ich einiges tun um Energiekosten zu sparen. Leider entstehen Energiekosten aber auch bei der Herstellung und Verteilung unserer Güter die wir zum täglichen Leben benötigen solange wir auf dieser Erde wandeln. D.h. die Lebenshaltungskosten werden unweigerlich steigen, Inflation liegt jetzt schon bei rund 6%, unsere Kaufkraft und Erspartes schmilzt kräftig dahin. Seit 2008 und nochmal ganz extrem seit März 2020 wurde die Geldruckpresse im Euroraum angeworfen. Die drei Euro mehr auf 100 Kilometer könnten auch ein Warnzeichen sein für kommende Zeiten wo wir sehr deutlich den Gürtel enger schnallen müssen.

  4. Hallo Herr Schlösser, versuchen Sie spontan mit dem öffentlichen Verkehrsmittel aus Schwalbach ins MTZ zu fahren. Zum Beispiel am Samstag, 4-köpfige Familie: ein Bus pro Stunde, Ticketpreis für 2 Erwachsene und 2 Kinder 9,10€.
    Reise nach Frankfurt wir noch teurer.
    Benzinpreis ist vielleicht noch nicht hoch genug, aber das Angebot von RMV ist einfach unverschämt!
    Mit hohen Preisen sowohl für Benzin, aber vor allem für ÖPNV wird die Mobilität für viele zum Luxusgut.

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